Besucht am 24.09.2016Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 54 EUR
Als ich vor einem Jahr das Mango am Kalkaer Marktplatz entdeckt habe, wusste ich sofort: hier möchte ich einmal zu Abend essen. Das ganze Ensemble um den Markt herum ist wunderschön und geschmackvoll renoviert, saniert und instandgesetzt. Besonders am Abend sitzt man hier stimmungsvoll und gemütlich, vor allem wenn einige Ort noch nett illuminiert sind. Parken kann man inmitten des Markplatzes auf einem öffentlichen Marktplatz; das Gehen zu den den einzelnen Lokalen in diesem Viertel ist jedoch relativ mühsam, weil der Platz mit einem Pflaster ausgelegt ist, das noch aus der Römerzeit zu stammen scheint, das heisst: Menschen mit Einschränkungen oder einfach nur schlechtem Schuhwerk oder High Heels haben hier schlechte Karten. Man wankt mehr als dass man schwankt.
Bei unserem gestrigen Besuch waren wir noch relativ früh dran (ca.18:30), doch es war relativ schwer, noch einen freien Platz im Aussenbereich zu finden. Wir wählten ein Rattansofa mitTisch und Stühlen, mussten jedoch nach einer Viertelstunde wechseln: eine Lampe neben uns verströmte einen penetranten, unangenehmen Petroleumgeruch, der leider nicht erträglich war. Und: trotz Winken und Nicken wurden wir vom Service einfach nicht beachtet. Apropos Service: die Dame war supernett, total freundlich, auskunfstfreudig, stressresistent, flink und belastbar. Chapeau! Sie betreute einen Bereich, in dem sonst 2-3 Bedienungen eingesetzt werden. Trotzdem war das lange Warten teilweise für uns als Gäste doch enervierend.
Die Karte des Mango ist leicht österreichisch-alpenländisch orientiert, hat aber auch internationale und mediterrane Küche im Angebot. Alles sehr frisch und kreativ. Von Suppen über Salate bis zu attraktiven Fleisch- und Fischgerichten, sowie Pasta ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dazu diverse Kaffeespezialitäten, mehrere Wein- und Biersorten. Auch typisch österreichische Mehlspeisen werden gereicht, so wie Wiener Topfenstrudel oder Marillenknödel oder Kaiserschmarren. Lecker, wenngleich für mich persönlich zu süß.
Wir waren zu dritt und wählten zu guter letzt eine sahnig-sämige Kokos-Curry-suppe (wohlig im Bauch, sättigend, aber nicht belastend) für günstige 6,50 Euro, die Linguine Alfredo für 10,50 Euro (ein großer Teller Spaghetti mit einer Mischung aus Pfifferlingen, Speck und weiteren nicht näher ersichtlichen Bestandteilen), sowie einen mediterranen Salatteller für 16,50 Euro. Auf einem frischen Salatbett mit Blattsalaten, Tomatenscheiben, Gurke etc. prangten mehrere Scheiben Mozzarella und diverse Häppchen von Edelfischen wie Lachs und Thunfisch. Etwas überraschend für mich: dass einige Fischstückchen mit Speck belegt waren. Ist das hier in der Region so Usus? Oder eher die Handschrift des Hauses? Erschien mir doch etwas befremdlich. Zum Salat und zu der Kokossuppe wurden jeweils zwei großzügige Scheiben Baguette gereicht.
Eine Fusszeile der Speisekarte weist darauf hin, dass man sich bei Allergien bitte mit der Servicekraft absprechen soll. Das habe ich in meinem Fall getan und bei meinem eigentlich ausgewählten Gericht um das Streichen einer einzigen Zutat gebeten, auf die ich sehr allergisch reagiere. Trotz längerer Diskussionen wurde mir dies nicht gewährt, weil es hiess, das Gericht schmecke so nicht. Ich habe argumentativ allen Geschütze aufgefahren… indes, es war vergeblich… Das finde ich nach wie vor bedauerlich. Also musste ich umschwenken und war dann auch mit dem tollen Salat mit Edelfischen ganz gut bedient, wenngleich halt auch etwas vergrätzt, da nicht ernst genommen….
Das Lokal war an einem Freitagabend bei lauen Temperaturen proppevoll, mehrere Gruppen mussten wieder gehen, weil kein Tisch frei war. Es scheinen viele Stammgäste hier zu sein, viele Bussi-Bussi-Gemeinschaften, die meisten kennen sich. Auch Holländer kommen offenbar gerne nach Kalkar. Mehrere Lokale hier am Markt scheinen alle demselben Besitzer zu gehören. Als ich mit Karte bezahlen wollte, musste erst die Kreditkartenmaschine vom Nachbarlokal geholt werden. Sauberkeit wird hier groß geschrieben, trotz des Stresses hat die Bedienung als allererstes unseren Tisch sauber gewischt. Auch Besteck und Geschirr waren tadellos. Dasselbe kann man von den gepflegten Toiletten sagen. Bis auf die unerspriessliche Diskussion wegen einer nicht verträglichen Zutat fühlten wir uns im Mango sehr wohl.
Als ich vor einem Jahr das Mango am Kalkaer Marktplatz entdeckt habe, wusste ich sofort: hier möchte ich einmal zu Abend essen. Das ganze Ensemble um den Markt herum ist wunderschön und geschmackvoll renoviert, saniert und instandgesetzt. Besonders am Abend sitzt man hier stimmungsvoll und gemütlich, vor allem wenn einige Ort noch nett illuminiert sind. Parken kann man inmitten des Markplatzes auf einem öffentlichen Marktplatz; das Gehen zu den den einzelnen Lokalen in diesem Viertel ist jedoch relativ mühsam, weil... mehr lesen
4.0 stars -
"Niederrhein meets Österreich" MinitarAls ich vor einem Jahr das Mango am Kalkaer Marktplatz entdeckt habe, wusste ich sofort: hier möchte ich einmal zu Abend essen. Das ganze Ensemble um den Markt herum ist wunderschön und geschmackvoll renoviert, saniert und instandgesetzt. Besonders am Abend sitzt man hier stimmungsvoll und gemütlich, vor allem wenn einige Ort noch nett illuminiert sind. Parken kann man inmitten des Markplatzes auf einem öffentlichen Marktplatz; das Gehen zu den den einzelnen Lokalen in diesem Viertel ist jedoch relativ mühsam, weil
Der Tannenhof in Hohenbrach – einem winzigen Teilort der Gemeinde Großerlach - liegt in der höchsten Erhebung im Schwäbischen Wald und gilt schon seit langem als Geheimtipp für Familienfeiern, ruhige Tage in den Wäldern, Kaffee und Kuchen nach einer Wanderung oder einem Spaziergang, Wohlsein und Abgeschiedenheit. Familie Müller betreibt dieses Haus sehr persönlich und individuell, mit einem besonderen Flair und einer eigenen Note. Das offene Wesen der Patronin hat noch jedes Herz erschlossen. Hier ist immer ein Schwätzchen drin, eine Neuigkeit, ein Ausflugstipp, eine Anekdote. Wir kommen seit Jahren regelmässig im Herbst hier her, zum Pilzesuchen, Ausspannen, Wandern.
Warme Speisen sind nur noch Voranmeldung, für Hausgäste oder für Gruppen vorgesehen. Eine offizielle Speisekarte habe ich hier noch nie gesehen. Die Bestellungen erfolgen auf Zuruf, möglichst vormittags oder mittags für die „Halbpension“ am Abend. Kaffee und Kuchen ist fast immer möglich, ein frischer, noch warmer Obstkuchen steht fast regelmässig auf der Theke. Bei Gruppen wird wohl im Vorfeld festgelegt, was serviert wird. Flexibilität ist immer drin. An Getränken werden Wasser, Säfte, Softdrinks, Biere mit und ohne Alkohol, Kaffeespezialitäten, sowie Hochprozentiges angeboten. Tatsächlich existiert eine kleine Weinkarte mit jeweils 3-4 Rot- und Weissweinen, alles aus der Region (württembergisch oder badisch), jedes Viertele so um die 3,80 Euro.
Bei unserem letzten Besuch wählten wir in einer kleinen Gruppe das ganze verfügbare Angebot des Tages: Rostbraten, Kässpätzle, Schnitzel – alles jeweils mit Beilagensalat. Dazu Kuchen des Tages (2,60 Euro), Kaffee und diverse Weine oder Biere. Serviert wurde termingenau, exakt zur Uhrzeit, auf der wir das Essen bestellt hatten. Der Patron steht in der Küche und kocht, die Chefin serviert. Aufgetragen wurde rasch und zusammen für alle am Tisch. Beilagen wie Röstkartoffeln oder Spätzle wurden in großen Schüsseln gereicht, teilweisen für mehrere Personen in einer Schüssel (ich denke, wir hätten aber auf Wunsch bedenkenlos Nachschlag bekommen). Die Portionen waren üppig und reichhaltig. Zum Rostbraten (14,80 Euro) gab es noch extra Bratensauce – und das nicht wenig! Allerdings schienen da Geschmacksverstärker drin zu sein, denn danach war Juckreiz und Aufgequollensein angesagt, leider. Die Bratkartoffeln waren nicht allzu dunkel angeröstet und auch diese Portion war riesig, so dass mehr als eine Person davon satt wurde. Der Beilagensalat war frisch und knackig (bis auf den Krautsalat, der etwas zu viel Fett abbekommen hatte).
Ein besonderer Genuss ist das Frühstück, das mit folgenden Bestandteilen (am Tisch serviert, kein Büffet!) aufwarten kann: zweierlei Brötchen (pro Person ein helles Weizenbrötchen und ein Körnerbrötchen), ein frisch gekochtes Ei, gemischtes Müsli, Natur- und Fruchtjoghurt im Becher, selbstgemachte leckere Marmelade (wir hatten jahreszeitengerecht Zwetschgenmarmelade), für jeden ein Glas Orangensaft, Kaffee aus einer großen Thermoskanne, Butter, diverse Käse- und Wurstsorten, schön präsentiert auf einem großen Vorlagenteller, frisch Obstsalat aus mehreren Obstsorten. Mehrfach wurde von der Patronin nachgefragt, ob alles recht sei oder noch etwas fehle. Zwischendrin immer wieder ein Schwätzchen oder eine Erzählung. Alles sehr persönlich und individuell.
Der Tannenhof befindet sich freistehend mit guter Aussicht mitten in Hohenbrach. Im Gastraum dominiert helles Holz, mit freundlichen Accessoires und schönen Pflanzen und Stofftischdecken. Auf den Fenstersimsen blühende Orchideen. Für Gruppen und Familienfeiern steht ein großzügiger Nebenraum zur Verfügung. Frischluftfanatiker oder Raucher werden auch draussen bedient und versorgt. Der Garten ist wunderhübsch und sehr gepflegt, immer blüht hier irgendwas.
Im Tannenhof kann man in den beiden oberen Etagen in Einzel- oder Doppelzimmern, vornehmlich mit Balkon und eigenem Bad sehr schön und absolut ruhig übernachten. Viele Gäste kommen seit Jahrzehnten, schon von Kindesbeinen an. Direkt vor der Haustüre starten Wanderrouten. Gegenüber des Hauses befindet sich ein kostenloser Parkplatz, eine Bushaltestelle ist in 2 Gehminuten erreichbar.
Der Tannenhof in Hohenbrach – einem winzigen Teilort der Gemeinde Großerlach - liegt in der höchsten Erhebung im Schwäbischen Wald und gilt schon seit langem als Geheimtipp für Familienfeiern, ruhige Tage in den Wäldern, Kaffee und Kuchen nach einer Wanderung oder einem Spaziergang, Wohlsein und Abgeschiedenheit. Familie Müller betreibt dieses Haus sehr persönlich und individuell, mit einem besonderen Flair und einer eigenen Note. Das offene Wesen der Patronin hat noch jedes Herz erschlossen. Hier ist immer ein Schwätzchen drin, eine... mehr lesen
4.0 stars -
"Ruhig und abgeschieden" MinitarDer Tannenhof in Hohenbrach – einem winzigen Teilort der Gemeinde Großerlach - liegt in der höchsten Erhebung im Schwäbischen Wald und gilt schon seit langem als Geheimtipp für Familienfeiern, ruhige Tage in den Wäldern, Kaffee und Kuchen nach einer Wanderung oder einem Spaziergang, Wohlsein und Abgeschiedenheit. Familie Müller betreibt dieses Haus sehr persönlich und individuell, mit einem besonderen Flair und einer eigenen Note. Das offene Wesen der Patronin hat noch jedes Herz erschlossen. Hier ist immer ein Schwätzchen drin, eine
Mehrfach im Jahr kehre ich hier ein, meist nach einer Neckarfahrt, so wie gestern am frühen Nachmittag.
Der Vorteil des Spätsommers: die Warteschlange vor dem Bestell- und Ausgabeschaltern ist definitiv kürzer und somit auch erträglicher. Man findet ganz leicht einen Wunschplatz, ob Sonne oder Schatten. Und der Geräuschpegel ist natürlich auch viel niedriger.
Das Bootshaus hat in diesem Jahr gut Geld in die Hand genommen, unter anderem wurden die Toiletten und auch der Zugang zu ihnen komplett renoviert und sind nun viel freundlicher und properer.
Die Essensqualität ist allerdings sehr wechselhaft. Mein griechischer Salattellter war weitgehend geschmacklos und konnte nur durch sehr viel Pfeffer und Salz etwas an Aroma gewinnen. Tomate und Gurke waren einfach zu wässrig.
Mehrfach im Jahr kehre ich hier ein, meist nach einer Neckarfahrt, so wie gestern am frühen Nachmittag.
Der Vorteil des Spätsommers: die Warteschlange vor dem Bestell- und Ausgabeschaltern ist definitiv kürzer und somit auch erträglicher. Man findet ganz leicht einen Wunschplatz, ob Sonne oder Schatten. Und der Geräuschpegel ist natürlich auch viel niedriger.
Das Bootshaus hat in diesem Jahr gut Geld in die Hand genommen, unter anderem wurden die Toiletten und auch der Zugang zu ihnen komplett renoviert und sind nun viel freundlicher und properer.
Die Essensqualität ist allerdings sehr wechselhaft. Mein griechischer Salattellter war weitgehend geschmacklos und konnte nur durch sehr viel Pfeffer und Salz etwas an Aroma gewinnen. Tomate und Gurke waren einfach zu wässrig.
Bootshaus Marbach
Bootshaus Marbach€-€€€Restaurant, Biergarten07144/982169Mühlwert 1, 71672 Marbach am Neckar
3.0 stars -
"Renoviert, neue Toiletten, Essensqualität wechselhaft" MinitarMehrfach im Jahr kehre ich hier ein, meist nach einer Neckarfahrt, so wie gestern am frühen Nachmittag.
Der Vorteil des Spätsommers: die Warteschlange vor dem Bestell- und Ausgabeschaltern ist definitiv kürzer und somit auch erträglicher. Man findet ganz leicht einen Wunschplatz, ob Sonne oder Schatten. Und der Geräuschpegel ist natürlich auch viel niedriger.
Das Bootshaus hat in diesem Jahr gut Geld in die Hand genommen, unter anderem wurden die Toiletten und auch der Zugang zu ihnen komplett renoviert und sind nun viel
Das Überlinger Rathauscafe liegt in zentraler 1a-Lage mitten in der malerischen, pittoresken Innenstadt, mit Blick auf den Markplatz und in einem traditionsreichen Gebäude, das im Mittelalter offenbar eine Markthalle beherbergte. Vor dem Haus kann man sehr schön auf rustikalen Holzbänken an langen Holztischen sitzen, schön beschattet unter riesigen, ausladenden Marktschirmen.
Wer jedoch die Gasträume des Rathauscafe betritt, dem bleibt erst einmal die Spucke weg vor Ergriffenheit dieser architektonisch schlichtweg erhabenen Räume. Vermutlich befinden wir uns hier im Rathauskeller. An der linken Wand sehen wir ein freigelegtes uraltes Fresko. Daneben ein wandfüllendes Bild, auf der rechten Seite u.a. ein überdimensionales Foto eines Obstbauern. Toller, einzigartiger Einrichtungsmix! Dazwischen niedere Ledersessel, bequeme Sofas, kleine Tischchen, geschickte, indirekte Beleuchtung und (leider!) recht viel diffuses Licht und schummerige Dunkelheit. Fast fühlt man sich wie in einer Kirche oder einem Kloster. Die verwendeten Naturmaterialien (schweres Holz, hochwertige Textilien, festes Leder, kühler Stein) vermitteln jedoch so etwas wie Bodenständigkeit und Erdverbundenheit. Zugleich hat man das Gefühl, man könnte auch in Rom oder Los Angeles oder Barcelona sein…
Ganz vorne, einmal quergestellt, eine beeindruckende Theke, darüber das Essens- und Getränkeangebot auf grossen Tafeln angeschlagen. Hier isst man vornehmlich Schnittchen aus Natursauerteigbroten mit diversen Belagen nach Wunsch: Ei, Käse, Wurst in unterschiedlichen Variationen, auch süße Brotaufstriche, auch Salatvariationen. Das erinnert mich persönlich an die Vesper-Kultur in meiner Kindheit. Aber viele der hiesigen Gäste staunen erst mal nur – oder kommen hier her, um ihre Ruhe zu haben, um zu lesen, sich zu unterhalten, einen Text zu schreiben. Neben mir ein Mädel unter 20, das hingebungsvoll ihr belegtes Brot mit Messer und Gabel zerteilt und nebenbei wohl in einem schmonzettigen Roman schmökert. Einfach allerliebst!
Wir trinken heute nur mal was. Draussen ist es klar zu heiss, hier drinnen herrscht angenehme Kühle und Abgeschiedenheit. Im Rathauscafe muss man seine Wünsche selbst an der Theke aufgeben und kann dann in der Regel gleich das Bestellte auf einem Tablett mit an den Tisch nehmen. Die Heissgetränke sind köstlich, der Cappuccino wundervoll cremig, der Espresso kräftig und leicht nussig im Abgang. Habe bemerkt, dass man hier auch gerne Tee in großen Gläsern trinkt. Auch Eis und Kuchen und kleine Leckerlis (wie Kekse) sind im Angebot. Alles wirkt edel und wie aus Schöner Wohnen. Allerdings auch nicht ganz billig. Das Geschirr wird übrigens von den Servicekräften abgetragen und das sehr zuverlässig und umgehend.
Zu mir war das Servicepersonal freundlich und nett. Als allerdings ein Schweizer Touristenpaar eintrat und nur mal ein paar Fotos gemacht hat, wurde es ermahnt, man dürfe die Mitarbeiter nicht fotografieren (dabei waren die wohl eher zufällig und ganz randständig mit drauf – der atmosphärische Kick liegt ja eher im Ambiente und in der Einrichtung). Auch Gäste, die nichts konsumieren und nur die Toiletten (auf)suchen, sind natürlich nicht willkommen. Ein entsprechendes Schild weist bereits an der Eingangstüre darauf hin. Das nimmt dem Ort etwas seinen Charme, aber überall am Bodensee habe ich Ähnliches erlebt. Die Gastronomen müssen sich offenbar zur Wehr setzen. Dafür sind die hiesigen Toiletten mega-gepflegt, sehr sauber und überraschenderweise auch hell und heiter gehalten.
Toll finde ich die umfangreiche Bücherecke mit Kochbüchern, Gartenbücher, Geschenkbüchern. Ich war mir nicht ganz sicher, ob hier eine Buchhandlung angeschlossen ist. Man kann aber anstandslos darin blättern und schmökern. Preisschilder sind auch drauf. Und es gibt einige Produkte zum Kaufen und Mitnehmen, wie zum Beispiel kleine Wibele (ein super Geschenk).
Einziges Manko: das Lokal ist nur tagsüber geöffnet, leider nicht am Abend. Bedauerlich. Denn genau dann könnte es sich zur absoluten In-Location mausern: als Bar, als Lounge-Bar, als Event-Location.
Das Überlinger Rathauscafe liegt in zentraler 1a-Lage mitten in der malerischen, pittoresken Innenstadt, mit Blick auf den Markplatz und in einem traditionsreichen Gebäude, das im Mittelalter offenbar eine Markthalle beherbergte. Vor dem Haus kann man sehr schön auf rustikalen Holzbänken an langen Holztischen sitzen, schön beschattet unter riesigen, ausladenden Marktschirmen.
Wer jedoch die Gasträume des Rathauscafe betritt, dem bleibt erst einmal die Spucke weg vor Ergriffenheit dieser architektonisch schlichtweg erhabenen Räume. Vermutlich befinden wir uns hier im Rathauskeller. An der... mehr lesen
4.5 stars -
"Berauschendes Ambiente" MinitarDas Überlinger Rathauscafe liegt in zentraler 1a-Lage mitten in der malerischen, pittoresken Innenstadt, mit Blick auf den Markplatz und in einem traditionsreichen Gebäude, das im Mittelalter offenbar eine Markthalle beherbergte. Vor dem Haus kann man sehr schön auf rustikalen Holzbänken an langen Holztischen sitzen, schön beschattet unter riesigen, ausladenden Marktschirmen.
Wer jedoch die Gasträume des Rathauscafe betritt, dem bleibt erst einmal die Spucke weg vor Ergriffenheit dieser architektonisch schlichtweg erhabenen Räume. Vermutlich befinden wir uns hier im Rathauskeller. An der
Dass Ravensburg auch eine Studentenstadt ist (mit einer beliebten Dualen Hochschule), merkt man am ehesten am Wochenende, zum Beispiel freitagabends . Ich hatte das Glück, im frühen September zu Besuch zu sein, wenn die Abende noch lau und lieblich sind. Rund um den zentralen Marienplatz in der Innenstadt steppte nach Anbruch der Dunkelheit der Bär. Hier bieten fast alle Lokale einen Aussenbereich oder eine Terrasse oder einen Biergarten an. Und leider war fast jeder Platz belegt. Klar, die Schulferien waren fast schon zu Ende und das Semester würde wahrscheinlich auch bald wieder beginnen…
Zugegebenermaßen wählten wir das Zoes, weil hier noch ein Tisch frei war. Und weil es laut Anschlagtafel Bocadillos geben sollte, also spanisch angehauchte belegte Brötchen oder Sandwiches. Wir nahmen Platz in erster Reihe, bedauerten aber bald unsere Wahl. Rund um uns herum war es extrem laut und lärmend; viele der Gäste waren schon stark angeheitert und diskutierten lauthals. Das Publikum war fast ausschließlich jugendlich und vermutlich studentisch. Da niemand etwas aß, sahen auch wir von einer Speisenbestellung ab. Das war auch gut so. Das Servicemädel war freundlich und kam ohne weitere Umschweife, um die Bestellung aufzunehmen. Bier und Weinschorle kamen gut gekühlt und zischend an, das Weinglas war großzügig befüllt und sah auch recht sauber und proper aus.
Beim Toilettengang kam ich in den Innenbereich des Lokals. So was hätte man früher klar als eine alternative Studentenkneipe tituliert. Schmaler, langer Schlauch. Je weiter man nach hinten durchdrang, desto düsterer und schmuddeliger wurde es. Die Toiletten waren eher eine Katastrophe. Der Papierkorb für die benutzten Papierhandtücher quoll schon seit längerem total über. Neben der Closchüssel lag ein defekter Clodeckel. An den Wänden Schmierereien. Als ich wieder nach draussen wankte, war ich froh über den Entschluss, nichts Essbares bestellt zu haben. An der Theke sah ich aber noch große Gläser mit Keksen und Leckerlis. Besser auch nicht…
Einen Rechnungsbeleg konnte man mir nicht aushändigen, aber eine handgeschriebene Quittung. Immerhin.
Dass Ravensburg auch eine Studentenstadt ist (mit einer beliebten Dualen Hochschule), merkt man am ehesten am Wochenende, zum Beispiel freitagabends . Ich hatte das Glück, im frühen September zu Besuch zu sein, wenn die Abende noch lau und lieblich sind. Rund um den zentralen Marienplatz in der Innenstadt steppte nach Anbruch der Dunkelheit der Bär. Hier bieten fast alle Lokale einen Aussenbereich oder eine Terrasse oder einen Biergarten an. Und leider war fast jeder Platz belegt. Klar, die Schulferien waren... mehr lesen
Zoe's | Café Deli Bar
Zoe's | Café Deli Bar€-€€€Cafe, Cafebar075195875388Marienplatz 11, 88212 Ravensburg
1.5 stars -
"Studentenkneipe" MinitarDass Ravensburg auch eine Studentenstadt ist (mit einer beliebten Dualen Hochschule), merkt man am ehesten am Wochenende, zum Beispiel freitagabends . Ich hatte das Glück, im frühen September zu Besuch zu sein, wenn die Abende noch lau und lieblich sind. Rund um den zentralen Marienplatz in der Innenstadt steppte nach Anbruch der Dunkelheit der Bär. Hier bieten fast alle Lokale einen Aussenbereich oder eine Terrasse oder einen Biergarten an. Und leider war fast jeder Platz belegt. Klar, die Schulferien waren
Ravensburg ist durchaus eine Reise wert, allein schon wegen seiner charmanten Innenstadt. Auch die Gastronomie ist mir persönlich sehr sympathisch, denn hier erfährt man schon ein interessantes cross-over von schwäbischer Küche mit bayrischem und leicht alpenländischem Einschlag. Kein Wunder, denn der Bodensee ist nicht weit.
Das Wirtshaus Mohren liegt sehr zentral in der oberen Marktgasse, unweit den Museen Selinka, dem Humpis-Quartier, dem Wirtschaftsmuseum und dem Ravensburger Spielemuseum. Selbstredend findet in dieser Straße auch der attraktive Wochenmarkt mit regionalen Erzeugnissen statt. Und der Mehlsack gennante Stadtturm ist auch nur wenige Schritte entfernt. Also wird man unweigerlich am Mohren vorbeikommen und gerne auch hier einkehren. Das Lokal wurde im letzten Jahr sehr ansprechend und umfassend renoviert und liebevoll saniert, so dass man jetzt zum Beispiel barrierefreien Zugang hat und mittles einer kleinen, architektonisch klug angebrachten Rampe auch in den hinteren Festsaal und zu den Toiletten gelangen kann, auch in die schattige und ruhige hintere Terrasse. Die Gasträume sind modern und kreativ eingerichtet, mit einem ganz individuellen Charme und Charakter.
Sehr sympathisch finde ich die Tatsache, dass ich nachmittags um 14 Uhr ganz anstandslos noch zu Mittag essen konnte, dass offenbar die Küche keine Pause macht, sondern durchgehend offen ist. Da ich selten um Punkt 12 Hunger verspüre, kommt mir diese Flexibilität sehr entgegen. An einem heissen Tag Anfang September bot es sich noch an, um Aussenbereich, auf der vorderen Terrasse Platz zu nehmen. Leider ist das Terrain hier abschüssig, so dass immer etwas schräg sitzt. Dafür schattig und ganz bodenständig auf freundlichem Holzmobiliar.
Der Service war sehr rasch zur Stelle, die Getränke wurden umgehend ausgeliefert, auf das warme Essen, das frisch zubereitet war, hatte man vielleicht 20 Minuten zu warten. Der Umgangston war sehr nett und zugewandt und offen. Soweit ich sehen konnte, waren wir allerdings auch die einzigen Gäste, so dass wirklich kein Stress herrschte.
Bei den Getränken überraschte der Ingwer-Minze-Hugo (wo gibt’s das sonst noch??), möglicherweise eine Eigenkreation? Obwohl sichtbar mehrere Ingwerscheiben herumschwammen, dominierte eindeutig ein kräuteriger Pfefferminze-Geschmack, der in der Wärme herrlich erfrischte und belebte. Allerdings war das bauchige und langstielige Glas schlecht handzuhaben, denn der Schwerpunkt lag zu weit oben, so dass dauernd Kippgefahr bestand.
Zum Essen wählten wir einen gebackenen Seehecht (unter 10 Euro), sowie eine kleine Portion Allgäuer Kässpätzle (6,50 Euro) mit einem zusätzlich bestellten kleinen frischen Marktsalat (3,90 Euro). Der Seehecht war paniert, aber nicht fettig, und wurde mit verschiedenen Salaten gereicht, wobei der Kartoffelsalat offenbar aus eher festkochenden Kartoffeln hergestellt wurde (die sich eher für Salzkartoffeln eignen) und daher etwas fest und hart und geschmacklos geraten war. Die Gurke dafür sehr frisch und knackig. Und die Remoulade in einem kleinen separten Schälchen schien mir tatsächlich selbstgemacht zu sein. Die Kässpätzle waren erste Sahne: zwar eher Knöpfle (wie es hier in der Gegend so üblich ist), aber dafür hausgemacht und sehr habhaft. Alles veredelt durch deftigen Allgäuer Bergkäse und knusprig frittierte würzige Zwiebelringe. Letztere waren so lecker, dass man sie geradewegs abends zum Knabbern zu etwas Wein oder Bier goutieren könnte. Beim Beilagensalat war nur der Kartoffelsalat nicht so toll (siehe oben), dafür der Rest knackig und teilweise sehr fein gestiftelt (Zucchini, Möhre). Sogar die kleine Cocktailtomate hatte Geschmack!
Die Karte bietet viele Gerichte in zweierlei Größen an, auch in unterschiedlichen Variationen. Auf so blöde Begriffe wie Seniorenteller oder halbe Portion wird gottseidank verzichtet. Auch Kinder werden auf dieser Speisekarte fündig. Bei den Weinen kann man auf eine schöne Auswahl regionaler Spezialitäten zurückgreifen; für mich immer wieder lecker: Bodensee-Weine vom Aufricht.
Alles in allem ein sehr angenehmer, entspannter Besuch an einem Freitagnachmittag. Falls wir mal im Winterhalbjahr kommen, setzen wir uns gerne in den hellen, freundlich gestalteten Gastraum. Toll fand ich auch den hinteren Festsaal mit imposantem alten Wandgemälde. Und lobenswert ist die Tatsache, dass extra eine behindertengerechte Toilette eingerichtet wurde, die mit dem Aufzug ganz bequem erreichbar ist.
Ravensburg ist durchaus eine Reise wert, allein schon wegen seiner charmanten Innenstadt. Auch die Gastronomie ist mir persönlich sehr sympathisch, denn hier erfährt man schon ein interessantes cross-over von schwäbischer Küche mit bayrischem und leicht alpenländischem Einschlag. Kein Wunder, denn der Bodensee ist nicht weit.
Das Wirtshaus Mohren liegt sehr zentral in der oberen Marktgasse, unweit den Museen Selinka, dem Humpis-Quartier, dem Wirtschaftsmuseum und dem Ravensburger Spielemuseum. Selbstredend findet in dieser Straße auch der attraktive Wochenmarkt mit regionalen Erzeugnissen statt.... mehr lesen
4.5 stars -
"Feine schwäbische Küche" MinitarRavensburg ist durchaus eine Reise wert, allein schon wegen seiner charmanten Innenstadt. Auch die Gastronomie ist mir persönlich sehr sympathisch, denn hier erfährt man schon ein interessantes cross-over von schwäbischer Küche mit bayrischem und leicht alpenländischem Einschlag. Kein Wunder, denn der Bodensee ist nicht weit.
Das Wirtshaus Mohren liegt sehr zentral in der oberen Marktgasse, unweit den Museen Selinka, dem Humpis-Quartier, dem Wirtschaftsmuseum und dem Ravensburger Spielemuseum. Selbstredend findet in dieser Straße auch der attraktive Wochenmarkt mit regionalen Erzeugnissen statt.
Die Espressobar e61 scheint sich als neuer Ravensburger Hotspot mit Esprit heraus zu kristallisieren. Wenigstens samstags zur Marktzeit. Dann zeigt sich die günstige, zentrale Lage, die viele Marktbesucher nutzen, um nach dem Einkauf noch beisammen zu sitzen, sich mit Freunden zu treffen, einen Kaffee zu trinken oder sich zu stärken. Die Inneneinrichtung zeigt ein kerniges, urgemütliches, ursprüngliches Interieur, erinnert ein bisschen an italienische oder französische Bars mit großzügiger Theke, kleinen Bistrotischen und –stühlchen, einer gewissen Enge (wirkt nicht bedrängend, eher muggelig) und vielen dekorativen Elementen. Drinnen dominieren eher etwas dunklere Töne, während man draussen, vor der Türe, sehr sonnig und hell sitzt und ganz entspannt das Innenstadtgeschehen beobachten kann.
Die junge, weibliche Servicedame strahlt etwas Elfenhaftes, Glückseliges, Leichtes aus, dass es eine wahre Wonne ist. Wir werden zuverlässig und zuvorkommend bedient. Der Cappuccino verfügt über ein tiefes, schweres, fast erdiges Aroma und ist mit einer flaumigen Milchschaumhaube gekrönt. Die kann man genussvoll löffeln wie ein Dessert. Ehrlich gesagt, habe ich seit langem keinen solch gelungenen, leckeren Schaum mehr gehabt. Einzigartig!
Im hinteren Bereich des Lokals werden übrigens verschiedene Kaffeebohnen und –sorten verkauft. Möglicherweise ist dem e61 eine Kaffeerösterei angeschlossen. Apropos: was e61 bedeutet, habe ich noch nicht ganz eruieren können. Die Hausnummer scheint es nicht zu sein. Der Röstgrad der Kaffeebohnen? Die Temperatur des Wassers? Der optimale Druck? Wahrschienlich alles nicht. Kleines Manko noch am Ende: man konnte mir keinen Rechnungs- oder Kassenbeleg ausdrucken, hat mir jedoch gerne eine handgeschriebene Quittung ausgestellt. Verlangt offenbar keiner mehr ausser mir nach einer Rechnung? Oder ist das Lokal einfach noch nicht komplett ausgestattet? Egal, bei meinem nächsten Besuch in Ravensburg schaue ich auf jeden Fall noch mal vorbei.
Die Espressobar e61 scheint sich als neuer Ravensburger Hotspot mit Esprit heraus zu kristallisieren. Wenigstens samstags zur Marktzeit. Dann zeigt sich die günstige, zentrale Lage, die viele Marktbesucher nutzen, um nach dem Einkauf noch beisammen zu sitzen, sich mit Freunden zu treffen, einen Kaffee zu trinken oder sich zu stärken. Die Inneneinrichtung zeigt ein kerniges, urgemütliches, ursprüngliches Interieur, erinnert ein bisschen an italienische oder französische Bars mit großzügiger Theke, kleinen Bistrotischen und –stühlchen, einer gewissen Enge (wirkt nicht bedrängend, eher... mehr lesen
4.0 stars -
"Der beste Milchschaum in Ravensburg" MinitarDie Espressobar e61 scheint sich als neuer Ravensburger Hotspot mit Esprit heraus zu kristallisieren. Wenigstens samstags zur Marktzeit. Dann zeigt sich die günstige, zentrale Lage, die viele Marktbesucher nutzen, um nach dem Einkauf noch beisammen zu sitzen, sich mit Freunden zu treffen, einen Kaffee zu trinken oder sich zu stärken. Die Inneneinrichtung zeigt ein kerniges, urgemütliches, ursprüngliches Interieur, erinnert ein bisschen an italienische oder französische Bars mit großzügiger Theke, kleinen Bistrotischen und –stühlchen, einer gewissen Enge (wirkt nicht bedrängend, eher
Ravensburg ist immer eine Reise wert: Spieleland, zahlreiche Museen, Humpis-Quartier, reizvolle Innenstadt und nicht zuletzt nur 25km vom Bodensee entfernt. Das Storchen blickt auf eine lange Tradition zurück, denn offenbar war hier mal eine Brauerei untergebracht. Das Haus liegt an einer viel befahrenen, gut frequentierten Hauptstrasse, doch die romantische, kopfsteingepflasterte Innenstadt ist in nur wenigen Schritten zu erreichen, quasi einmal über den Zebrastreifen rüber…
Da man im Storchen auch übernachten kann, ist die Lage allerdings nicht so toll, da weder Lärmschutzfenster noch Klimananlage existieren und man gezwungen ist, an heissen Tagen bei offenem Fenster zu schlafen (oder eher wach zu liegen, angesichts des Strassenlärms und des nächtlichen Gepolters grölender Passanten).
Gleich beim Betreten des Hauses hatte ich das unerklärliche Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Die Räume des Lokals wirken zwielichtig, nicht auf dem neuesten Stand, irgendwie eingemottet. Die beiden Servicedamen am Tresen verströmten auch nicht gerade Seriosität, sie wirkten unprofessionell, hilflos, fehl am Platze. Vielleicht nur eine Ferienvertretung? Ehrlich gesagt, hatte ich erst mal das Gefühl, mich an der Tür geirrt zu haben. Das Restaurant schien eindeutig bessere Zeiten gesehen zu haben. Das Treppenhaus, die hinteren Räume und die Terrasse wirkten, als ob sie lange nicht benutzt worden wären. Hier stand alter Tand herum, angejahrtes Mobiliar – alles nicht harmonisch und passend. Die Hotelzimmer in den oberen Etagen sind 2015 erneuert und renoviert worden, allerdings in einem Stil, der viel vorgeben will, hinter dem aber nichts steht. Wie Potemkinsche Dörfer, nur leere Fassade… Visuell mag das nett aussehen, ist aber von billigster Qualität und sicherlich nicht lange haltbar. Sehr enttäuschend. Kleiderschrank gab es keinen, der Toilettensitz klapperte, das offensichtliche Boxspringbett war für kleine Menschen kaum erklimmbar.
Nun aber zu den Restauranträumen. Die sehen nach altehrwürdigem Gasthaus aus, aber schon etwas abgehalftert und nicht up to date. Sehr viel dunkles Holz, diffuses Licht, ältere Theke. Im Rahmen einer Übernachtung haben wir hier das Frühstück eingenommen. Das Büffet bot: Wurst und Käse verschiedener Sorten in Scheiben, hart gekochte Eier, diverse Marmeladesorten, zweierlei Säfte aus einem Saftspender, Frischmilch, diverse Brötchen (Laugenweckle, helle Milchbrötchen, Körnerbrötchen mit Sesam und Kürbiskernen), Fertigmüsli, Butter und Margarine in Portionspäckchen, sowie Portionen von Obstsalat und Joghurt in kleine Gläschen abgefüllt. Die Ecke war sauber und ansprechend angerichtet, zwar alles von einfacher Qualität, aber schon wieder irgendwie versöhnlich. Während unseres Frühstücks wurden die kleinen Gläser mit Obstsalat und Joghurt nachgefüllt. Habe eine exotische Marmelade (Ananas) probiert, schmeckte jedoch ziemlich muffig. Kaffee musste bei der Servicedame bestellt werden und wurde tassenweise serviert, es konnte jedoch beliebig nachbestellt werden. Der Milchkaffee schmeckte exzellent, auch der normale Kaffee überzeugte durch Aroma und Crema. Offenbar ist hier ein guter, solider Kaffeeautomat im Einsatz. Die Eier hätte ich mir lieber weichgekocht gewünscht, aber immerhin gab es viele davon. Die Brötchen waren absolut frisch, sicherlich gerade vom Bäcker bezogen.
Wie wir erfahren haben, kann in den Restauranträumen derzeit nicht a al carte gegessen werden. Für bestimmte Anlässe kann jedoch ein Büffet oder ein bestimmtes Angebot angerichtet werden. Nunja, mir war das ganz recht, denn ich habe lieber woanders diniert. Der Service beim Frühstück war überaus freundlich und nett, ich hatte jedoch das Gefühl, dass Deutsch nicht die Muttersprache der Servicedame war und man seine Wünsche laut und deutlich zu formulieren hatte. Da ich am Vortag die Übernachtung schon im voraus zu bezahlen hatte, ich aber keine Rechnung ausgehändigt bekommen habe, fragte ich beim Frühstück danach. Jetzt war es anstandslos möglich.
Vom Storchen bleibt mir ein zwielichtiger, unharmonischer Eindruck zurück. Offenbar befindet sich das Haus gerade im Umbruch, ich bin mir aber nicht sicher, wohin die Reise gehen wird. Ausser uns habe ich kaum andere Gäste wahrgenommen. Ich würde kein zweites Mal kommen. Ich würde auch dezidiert von einem Besuch abraten.
Ravensburg ist immer eine Reise wert: Spieleland, zahlreiche Museen, Humpis-Quartier, reizvolle Innenstadt und nicht zuletzt nur 25km vom Bodensee entfernt. Das Storchen blickt auf eine lange Tradition zurück, denn offenbar war hier mal eine Brauerei untergebracht. Das Haus liegt an einer viel befahrenen, gut frequentierten Hauptstrasse, doch die romantische, kopfsteingepflasterte Innenstadt ist in nur wenigen Schritten zu erreichen, quasi einmal über den Zebrastreifen rüber…
Da man im Storchen auch übernachten kann, ist die Lage allerdings nicht so toll, da weder Lärmschutzfenster... mehr lesen
1.5 stars -
"Potemkinsche Dörfer?" MinitarRavensburg ist immer eine Reise wert: Spieleland, zahlreiche Museen, Humpis-Quartier, reizvolle Innenstadt und nicht zuletzt nur 25km vom Bodensee entfernt. Das Storchen blickt auf eine lange Tradition zurück, denn offenbar war hier mal eine Brauerei untergebracht. Das Haus liegt an einer viel befahrenen, gut frequentierten Hauptstrasse, doch die romantische, kopfsteingepflasterte Innenstadt ist in nur wenigen Schritten zu erreichen, quasi einmal über den Zebrastreifen rüber…
Da man im Storchen auch übernachten kann, ist die Lage allerdings nicht so toll, da weder Lärmschutzfenster
Gleich wenn man am Ravensburger Bahnhof ankommt und über die Straße geht, stolpert man unweigerlich über das QMUH. Wenn man Hunger oder Durst verspürt, wenn man sich nach Kommunikation oder anderen Menschen sehnt: QMUH. Besser hätte ein Lokal gar nicht positioniert werden können. Und ich vermute, dass die Immobilie eher zu den etwas teureren in der Stadt zählt. Die übrigens eine Studentenstadt ist und ein ernst zu nehmender Wirtschaftstandort ist, was beiderseits für gehörig viel Kundschaft sorgt, im QMUH…
Branding, Innenarchitektur und ansprechendes Styling haben hier auf jeden Fall eine gelungene Symbiose erzeugt. Aber darauf gehe ich später noch mal ein. Meine Ankunft in Ravensburg liegt auf jeden Fall noch am Vormittag, so dass sich ein kleines Frühstück im QMUH anbietet. Denn das Lokal scheint so was wie die eierlegende Wollmilchsau zu sein: ein nettes Frühstückscafe am Morgen, gelungenes Mittagsangebot in der Pause, am Abend ein Ort zum Loungen, Chillen, Trinken, Sich-Zeigen und Ausgehen. Gerne mit Freundinnen, Kommilitonen, aber auch mit den Eltern, der Großfamilie, dem Ehepartner, den Schwiegerleuten – wie ich genau beobachten konnte. Denn ich war vor lauter Begeisterung (und natürlich auch aufgrund des guten Standortes) gleich mehrfach hier zu Gast.
Da ich ein ausgewiesener Eierspeisen-Fan bin, wähle ich zum späten Frühstück natürlich die Spiegeleier. Drei Stück mit einem Klötzchen Butter und einem Brötchen für sehr günstige 4,40 Euro. Obwohl ich sie sonst prinzipiell eher schlonzig mag, hätte diese hier einfach noch ein paar Minuten mehr in der Pfanne gebraucht. Ihr Geschmack ist aber hervorragend, ohne falschen Beigeschmack, sehr soft, sehr vollmundig, farblich ebenfalls überzeugend in vollem Sonnenblumengelb. Eine Wonne! Der dazu gereichte Speck ist kross und knusprig angebraten. Eine Scheibe Gurke mit halber Cocktailtomate dienen eher der Dekoration, als dem vitaminhaltigen Zusatz. Sehr angetan bin ich von dem Porzellangeschirr, das hier verwendet wird - vielleicht eine lokale Besonderheit? Die Spiegeleier werden auf jeden Fall auf einer länglichen Platte serviert, die einen eierschalenfarbenen Grundton hat, aber bräunlich gesprenkelt und eingefasst ist. Wirkt ein bisschen 70er-Jahre-mässig, doch somit auch angenehm retro und bodenständig.
Der große Kaffee für 3,00 ist anregend und hält tatsächlich lange vor. Die heisse Zitrone (2,60 Euro) wurde vermutlich mit Fertigkonzentrat aufgegossen, wird aber mit zwei Scheiben echter Zitrone serviert, die man sich mit einer kleinen Presse noch auspressen kann. Das kenne ich eigentlich eher als Beigabe zum Tee, doch hier wirkt es sympathisch und ausgleichend und irgendwie auch ein bisschen entschuldigend. Die heisse Zitrone wird in einer doppelwandigen Tasse von Bodum serviert. Die ist leicht, hübsch anzusehen, hält lange die Temperatur. Könnte ich mir eigentlich auch für zuhause kaufen.
Bei meinem abendlichen Besuch habe ich übrigens bemerkt, dass das Burger-Menü hier offenbar der Hit ist und gerne genommen wird. Auch gerne mit Fritten, die in einem kleinen Frittierkorb präsentiert und dargereicht werden. Ist das grad der aktuelle Hit? Hab ich das nicht kürzlich schon mal gesehen? Auch Cocktails trinkt man am dem späten Nachmittag mit Vorliebe. Ich nehme mal wieder einen Pernod (hier für läppische 2,90 Euro). Der wird zwar mit Leitungswasser in einem getrennten Glas und mit reichlich Eiswürfel in einem weiteren Glas gebracht, wie man das alles zusammenführen und transferieren soll, weiss keiner. Erst die explizite Bitte nach einer Eiswürfelzange bringt etwas Abhilfe. Beim Umschütten des Wassers, mache ich einige Pfützen auf den Tisch, aber unsauber war es hier vorher schon etwas. Je länger der Tag, desto größer die Flecken. Das lässt sich einfach nicht verhindern.
Ansonsten glänzt das Lokal mit Properness. Innen tolles Interieur im leicht alpenländischen Stil. Eine ganze Wand mit Kuh-Dekoration als Fries. Weiter Raum, geschickte Beleuchtung, ausladende Sitzmöglichkeiten. Alles top organisiert und arrangiert. Einen dicken Sonderpunkt verdient die großzügige Schwerbehinderten-Toilette, die ebenderdig erreichbar ist und deren Türöffner auf Rollstuhlhöhe liegt. Zusammen mit der Rampe vor der Türe ist dieses Lokal komplett barrierefrei nutzbar. Wer aber Treppen mag, der kann draussen auf denselben sitzen (auf kleinen Filzkissen vis a vis von einem putzigen Tischlein). Naürlich auch auf kernigen Holzbänken an ebensolchen Tischen. Die Servicemädels sind in großer Zahl unterwegs, sehen aber alle irgendwie gleich aus (Uniform?) und werden permanent von mir verwechselt. Oder gehört das zum System? Apropos: das QMUH scheint eine kleine Gastrokette zu sein. Hoffentlich auch bald mit einer Dependance in meiner Nähe.
Gleich wenn man am Ravensburger Bahnhof ankommt und über die Straße geht, stolpert man unweigerlich über das QMUH. Wenn man Hunger oder Durst verspürt, wenn man sich nach Kommunikation oder anderen Menschen sehnt: QMUH. Besser hätte ein Lokal gar nicht positioniert werden können. Und ich vermute, dass die Immobilie eher zu den etwas teureren in der Stadt zählt. Die übrigens eine Studentenstadt ist und ein ernst zu nehmender Wirtschaftstandort ist, was beiderseits für gehörig viel Kundschaft sorgt, im QMUH…
Branding, Innenarchitektur... mehr lesen
Qmuh | Burgergrill & Steakhouse im alten Postquartier
Qmuh | Burgergrill & Steakhouse im alten Postquartier€-€€€Restaurant, Steakhouse075195898800Eisenbahnstr. 44, 88212 Ravensburg
4.5 stars -
"Almabtrieb vor dem Bahnhof" MinitarGleich wenn man am Ravensburger Bahnhof ankommt und über die Straße geht, stolpert man unweigerlich über das QMUH. Wenn man Hunger oder Durst verspürt, wenn man sich nach Kommunikation oder anderen Menschen sehnt: QMUH. Besser hätte ein Lokal gar nicht positioniert werden können. Und ich vermute, dass die Immobilie eher zu den etwas teureren in der Stadt zählt. Die übrigens eine Studentenstadt ist und ein ernst zu nehmender Wirtschaftstandort ist, was beiderseits für gehörig viel Kundschaft sorgt, im QMUH…
Branding, Innenarchitektur
Besucht am 02.09.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 22.3 EUR
Ravensburg an einem lauen Sommerabend im September: die Studenten scheinen aus den Ferien zurück zu sein, die halbe Stadt macht Party und überall steppt der Bär. In der Innenstadt noch einen freien Platz draußen zu finden, scheint fast unmöglich zu sein. Achja, es ist auch noch Freitagabend und man gleitet ins Wochenende, alle haben gute Laune und offenbar die Portemonnaies voller Geld, das unters Volk gebracht werden muss.
Da es uns an anderen Orten doch zu umtriebig und laut ist, fliehen wir ins etwas abseitig gelegenere Ziel, das dazu einen guten Überblick auf die darunterliegende, stimmungsvoll erleuchtete Kornhausgasse gibt. Dass es sich beim Ziel eher um eine etwas schmuddelige Beiz handelt, denn um ein gepflegtes Bistro mit gutem abendlichen Essensangebot, merken wir erst zu spät. Aber der Abend ist einfach viel zu schön, um schon heim zu gehen – und ausserdem plagt uns der Hunger. Wir verspüren Lust auf nichts Großes oder gar den Magen schwer Belastendes, uns steht der Sinn eher nach einem kleinen, leichten Snack zum Bier und zum Wein.
Kurz nach 21 Uhr wird tatsächlich ein großer Tisch im Aussenbereich frei, den wir sofort in Beschlag nehmen. Man sitzt einfach, aber bequem, ist hier relativ abseits vom Trubel und ein bisschen geschützt. Die männliche Servicekraft strotz nur so vor Dynamität, Kundenfreundlichkeit und Zugewandtheit, ist fix, schnell, total auf Zack und macht so manchen Schnitzer wieder wett, der in der Küche verbrochen wurde oder der einfach eher dem Lokal an sich zuzuschreiben ist. Die Kundschaft rund um uns herum ist eher zwielichtig und allseits schon ziemlich betrunken. Nicht umsonst wird im Lokalinnern ein „Blondy Kranz“ für 12 Euro angepriesen.
Das Speisenangebot ist relativ überschaubar, denn in diesem Lokal scheint man sich vor allem flüssig zu ernähren. Unter gewissen Mühen treffen wir unsere Wahl. Offenbar ist die Küchenkraft nicht sehr erpicht darüber, denn sie rollt gehörig mit den Augen, in ihrer winzigen Kombüse. Ehrlich gesagt ist es uns ein Rätsel, wie auf diesen wenigen Quadratmetern überhaupt etwas Essbares entstehen kann. Nun gut. Die Curry Wurst ist auf jeden Fall eine Katastrophe. Ich vermute mal: eine rote Wurst vom Discounter in Scheiben geschnitten und in der Mikrowelle erhitzt, danach mit Currypulver und Ketchup versetzt und mit einer einfachsten Scheibe Brot aufgehübscht. Schmeckt scheusslich und ist leider vollkommen indiskutabel in dieser Art und Weise! Wir machen uns schon beim Servieren ernste Sorgen, wie wir der späteren Frage das überfreundlichen Servicemenschen, wie es denn geschmeckt habe, einigermassen angemessen begegnen sollen. Der einzige positive Punkt, den man anzumerken hätte, wäre vielleicht die Präsentation: in einer ovalen, weissen Porzellanschale mit Henkeln links und rechts. Das sieht tatsächlich hübsch und relativ ansprechend aus.
Länger müssen wir auf den Flammkuchen mit Peperoni, Oliven und Schafskäse warten (6,90 Euro). Offenbar fand hier doch vermehrte Handarbeit statt. Ein Lob der Küche! Der Flammkuchen ist rund wie eine Pizza (so dass ich zuerst fälschlicherweise eine Verwechslung wittere). Die schwarzen Oliven wurden in der Mitte halbiert. Die grüne Peperoni gibt dem Ganzen wirklich ziemlich viel Pfiff und Würze. Zusammen mit dem Schafskäse ergibt das einen harmonischen, wohlschmeckenden, südländisch angehauchten Belag, der wunderbar sowohl zum Wein als auch zum Bier mundet und alles in allem so appetitanregend ist, dass wir uns allen Ernstes über die Bestellung einer zweiten Portion Gedanken machen. Aber nach kurzem Besuch des Gastraumes und der Toiletten nehmen wir doch schnell Abstand von dieser fixen Idee. Drinnen wird an diversen Glücksspielautomaten begeistert gedaddelt und der Raum ist überbevölkert mit Typen, die eindeutig einen zuviel über den Durst getrunken haben. Die Toiletten kann man zwar benutzen, aber es kostet einige Überwindung.
So halten wir uns an die Getränke. Das Weizen ist frisch und perlend (2,40 Euro für 0,3 Liter), das Rotwein-Schorle wird zwar in unserem Falle mit Dornfelder hergestellt, aber wir finden auf der Karte auch andere mögliche Variationen und das hätten wir gar nicht erwartet. Zum Beispiel mit einem Spätburgunder aus Sasbachwalden. Auch ein Grenache-Rose-Schorle wäre vielleicht noch in Erwägung zu ziehen. Aber es wird keinen nächsten Besuch geben. Wir danken dem wirklich überfreundlichen, überengagierten Ober und wanken kopfschüttelnd nach Hause.
Ravensburg an einem lauen Sommerabend im September: die Studenten scheinen aus den Ferien zurück zu sein, die halbe Stadt macht Party und überall steppt der Bär. In der Innenstadt noch einen freien Platz draußen zu finden, scheint fast unmöglich zu sein. Achja, es ist auch noch Freitagabend und man gleitet ins Wochenende, alle haben gute Laune und offenbar die Portemonnaies voller Geld, das unters Volk gebracht werden muss.
Da es uns an anderen Orten doch zu umtriebig und laut ist,... mehr lesen
2.0 stars -
"Nacht derscharfen Messer" MinitarRavensburg an einem lauen Sommerabend im September: die Studenten scheinen aus den Ferien zurück zu sein, die halbe Stadt macht Party und überall steppt der Bär. In der Innenstadt noch einen freien Platz draußen zu finden, scheint fast unmöglich zu sein. Achja, es ist auch noch Freitagabend und man gleitet ins Wochenende, alle haben gute Laune und offenbar die Portemonnaies voller Geld, das unters Volk gebracht werden muss.
Da es uns an anderen Orten doch zu umtriebig und laut ist,
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Bei unserem gestrigen Besuch waren wir noch relativ früh dran (ca.18:30), doch es war relativ schwer, noch einen freien Platz im Aussenbereich zu finden. Wir wählten ein Rattansofa mitTisch und Stühlen, mussten jedoch nach einer Viertelstunde wechseln: eine Lampe neben uns verströmte einen penetranten, unangenehmen Petroleumgeruch, der leider nicht erträglich war. Und: trotz Winken und Nicken wurden wir vom Service einfach nicht beachtet. Apropos Service: die Dame war supernett, total freundlich, auskunfstfreudig, stressresistent, flink und belastbar. Chapeau! Sie betreute einen Bereich, in dem sonst 2-3 Bedienungen eingesetzt werden. Trotzdem war das lange Warten teilweise für uns als Gäste doch enervierend.
Die Karte des Mango ist leicht österreichisch-alpenländisch orientiert, hat aber auch internationale und mediterrane Küche im Angebot. Alles sehr frisch und kreativ. Von Suppen über Salate bis zu attraktiven Fleisch- und Fischgerichten, sowie Pasta ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dazu diverse Kaffeespezialitäten, mehrere Wein- und Biersorten. Auch typisch österreichische Mehlspeisen werden gereicht, so wie Wiener Topfenstrudel oder Marillenknödel oder Kaiserschmarren. Lecker, wenngleich für mich persönlich zu süß.
Wir waren zu dritt und wählten zu guter letzt eine sahnig-sämige Kokos-Curry-suppe (wohlig im Bauch, sättigend, aber nicht belastend) für günstige 6,50 Euro, die Linguine Alfredo für 10,50 Euro (ein großer Teller Spaghetti mit einer Mischung aus Pfifferlingen, Speck und weiteren nicht näher ersichtlichen Bestandteilen), sowie einen mediterranen Salatteller für 16,50 Euro. Auf einem frischen Salatbett mit Blattsalaten, Tomatenscheiben, Gurke etc. prangten mehrere Scheiben Mozzarella und diverse Häppchen von Edelfischen wie Lachs und Thunfisch. Etwas überraschend für mich: dass einige Fischstückchen mit Speck belegt waren. Ist das hier in der Region so Usus? Oder eher die Handschrift des Hauses? Erschien mir doch etwas befremdlich. Zum Salat und zu der Kokossuppe wurden jeweils zwei großzügige Scheiben Baguette gereicht.
Eine Fusszeile der Speisekarte weist darauf hin, dass man sich bei Allergien bitte mit der Servicekraft absprechen soll. Das habe ich in meinem Fall getan und bei meinem eigentlich ausgewählten Gericht um das Streichen einer einzigen Zutat gebeten, auf die ich sehr allergisch reagiere. Trotz längerer Diskussionen wurde mir dies nicht gewährt, weil es hiess, das Gericht schmecke so nicht. Ich habe argumentativ allen Geschütze aufgefahren… indes, es war vergeblich… Das finde ich nach wie vor bedauerlich. Also musste ich umschwenken und war dann auch mit dem tollen Salat mit Edelfischen ganz gut bedient, wenngleich halt auch etwas vergrätzt, da nicht ernst genommen….
Das Lokal war an einem Freitagabend bei lauen Temperaturen proppevoll, mehrere Gruppen mussten wieder gehen, weil kein Tisch frei war. Es scheinen viele Stammgäste hier zu sein, viele Bussi-Bussi-Gemeinschaften, die meisten kennen sich. Auch Holländer kommen offenbar gerne nach Kalkar. Mehrere Lokale hier am Markt scheinen alle demselben Besitzer zu gehören. Als ich mit Karte bezahlen wollte, musste erst die Kreditkartenmaschine vom Nachbarlokal geholt werden. Sauberkeit wird hier groß geschrieben, trotz des Stresses hat die Bedienung als allererstes unseren Tisch sauber gewischt. Auch Besteck und Geschirr waren tadellos. Dasselbe kann man von den gepflegten Toiletten sagen. Bis auf die unerspriessliche Diskussion wegen einer nicht verträglichen Zutat fühlten wir uns im Mango sehr wohl.