Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre. Von diesen Restaurants werde ich, wenn es meine karge Zeit erlaubt, natürlich gern und ausführlich hier berichten.
Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre.... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 290 Bewertungen 700086x gelesen 8265x "Hilfreich" 5700x "Gut geschrieben"
Besucht am 03.10.2023Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 77 EUR
Normalerweise verbringen wir unseren Herbsturlaub seit vielen Jahren damit, im schönen bayrischen Wald wandern zu gehen. Da wir ja aber einige Tage wieder bei Opi Hartwig auf Fehmarn waren, hatten wir keine Lust im Anschluss bis da hinunter zu fahren, und suchten uns stattdessen ein kleines Domizil an der ostdeutschen Ostsee. Der bayrische Wald musste noch 2 Wochen warten, dafür wurden wir fündig in Lubmin, welches gerade bei DDR-Bürgern bekannt sein dürfte, denn dort stand das einzige DDR-Atomkraftwerk, welches allerdings nie ans Netz gegangen war.
Bereits im Voraus versuchte ich einige Gastros ausfindig zu machen, dass gestaltete sich aber doch recht schwierig, da viele der hiesigen Gaststätten nicht einmal über eine Website verfügen, und auch die Google Einträge nicht unbedingt aktuell waren. Von den GG-Einträgen reden wir gar nicht erst.
Da sich Lubmin so ziemlich in der Mitte zwischen der Insel Usedom und Greifswald befindet, konnten wir also entlang am Greifswalder Bodden nach links und rechts ausschwärmen. Die ersten Tage zog es uns eher nach rechts Richtung Insel Usedom, und bereits im nächsten kleinen Fischerdörfchen Freest wurden wir fündig.
Hier im Hafen gibt es einen Fischimbiss, eine Bar, ein Café sowie die „Hafentaverne“, welche heute unser Ziel war. Den vierrädrigen Untersatz kann man bequem vorm Restaurant auf dem hauseigenen Parkplatz abstellen, oder wenige Meter weiter auf dem Hafenparkplatz. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz verwaist, und wir begaben uns ins Innere des Gasthauses. Hier wurden wir von einer freundlichen jungen Dame gefragt ob wir reserviert hätten, und nachdem wir dies verneint hatten, führte sie uns zu einem Tisch am Fenster. Von den übrigen Tischen im Gastraum war nur ein weiterer besetzt.
Der Gastraum ist rustikal eingerichtet und mit allerhand maritimen Krimskrams verschönert. Seien es alte Fanggeräte der Fischer, Bilder alter Fischkutter oder auch ne Meerjungfrau, es war alles möglich zu finden. Dabei fand ich den Gastraum noch gar nicht mal überladen mit dem Zeugs. Für die Gäste standen rustikale, dunkle Tische parat, auf den Stühlen mit weichem Lederpolster saßen wir ganz gemütlich. Auch eine große gepolsterte Eckbank war für größere Familien vorhanden. Schick.
Der kleine Tresen in der Ecke des Lokals grenzte an die Küche, aus welcher wir dann später auch die Bratgeräusche vernehmen konnten. Leider zog aber dadurch auch der Bratendunst etwas in den Gastraum, was wir vor allem dann in unserer Ferienwohnung an unserer Bekleidung rochen.
Im Sommer lädt dann noch ein gemütlicher Biergarten zum draußen sitzen ein, von wo aus man auch dem emsigen Treiben der kleinen Fischerbetriebe zuschauen kann.
Die Speisekarte war schnell zur Hand, diese hatten wir bereits draußen im Aushang etwas studiert. Sie war klein und fein, mit 13 größeren und kleineren Gerichten die Auswahl mehr als ausreichend, wenn es denn frisch sein soll. Zusätzlich zählte uns die Dame noch drei Tagesgerichte auf, welche allerdings nirgendwo zu lesen waren. Wir erbaten uns etwas Zeit, bestellten allerdings die Getränke.
In der Karte standen ja so leckere Sachen wie gebackene Sprotten, welche man nur an der Ostsee bekommt, aber auch Hausgebeizter Lachs, frischer Matjes oder Zanderfilet. Für die Nichtfischesser gab es laut Karte Wildschweinbraten oder das im Osten beliebte Bauernfrühstück, als Tagesangebot Schnitzel. Leider waren die Sprotten nicht verfügbar, die heimischen Fischer hatten nichts geliefert, aber auch der Wildschweinbraten war ausgegangen. Na gut, wir entschieden uns also für die Tagesangebote, und so orderten wir nachdem unsere Getränke an den Platz kamen:
Vorspeisen:
· 1x „Originale“ Freester Fischsuppe mit frischem Brot für 6,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Flunder gebraten mit hausgemachten Bratkartoffeln für 16,90 € · 2x frisch geräucherter Ostseebarsch mit Fischkartoffeln für je 17,90 €
Keine zehn Minuten später war meine „Originale“ Freester Fischsuppe am Platz. Vom Aussehen her war diese mal was ganz anderes als man sonst so die Fischsuppen gewohnt ist. Ich kenne die Fischsuppe eigentlich immer in einem klaren Sud, hier war sie in einem dicken, sämigen Brei verarbeitet.
Nach anfänglicher Skepsis gefiel mir das aber ganz gut, denn diese sämige Sauce war sehr herzhaft, fast schon zu scharf. Für meine Frau wäre eine ganze Terrine dieser Suppe definitiv zu scharf gewesen, ich dagegen fand sie gut. Allerdings litt dadurch natürlich auch der Eigengeschmack der Fischstücken, welche sehr reichlich in der Suppe waren, darunter. Weniger ist manchmal dann doch mehr. Zu den reichlich vorhandenen Fischstücken in der Suppe wurde noch frische Möhre und Lauch gegeben, was natürlich auch ganz passend zu der Fischsuppe war. Das mitgelieferte Brot war frisch und schön weich.
Knapp 40 Minute nach meiner Vorsuppe kamen dann die Hauptspeisen an unseren Tisch. Dafür das wir zu dieser Zeit die einzigen Gäste waren, andere Gäste kamen später, der besetzte Tisch aß schon, dauerte das doch recht lange. Aber ok, dafür war alles frisch.
Meine beiden Mädels hatten sich für den frisch geräucherten Ostseebarsch entschieden. Ich weiß nicht ob er frisch aus dem Räucherofen kam, jedenfalls roch er herrlich frisch geräuchert und war auch noch leicht warm. Was meine Mädels nicht so toll fanden, die Schuppen waren noch auf der Haut, und diese eigentlich knusprige, frisch geräucherte Haut dadurch nicht essbar.
Unsre Große hatte auch mit den reichlichen Gräten zu kämpfen, welche nun mal so ein Ostseebarsch aufweist. Hier hatte sie sich scheinbar doch was anderes erhofft. Während meine Frau ihren Ostseebarsch mit seinem weichen Fleisch genoss, durfte dann letztendlich ich auch noch die Reste unsrer Großen übernehmen. Sie begnügte sich dafür mit den hausgemachten Bratkartoffeln, welche sie sich anstatt der Fischkartoffeln wünschte.
Positiv überrascht war ich, das dies nicht zusätzlich berechnet wurde. Bei Fischkartoffeln, welche meine Frau als Beilage hatte, geisterte uns im Vorhinein so allerhand im Kopf herum, am Ende war dies jedoch ein einfacher, allerdings ebenfalls fast zu heftig gewürzter Kartoffelbrei. Naja, warum man dies so nennt?
Aber bei nachträglicher Recherche im Netz gibt’s das tatsächlich als Rezept. Ich bleibe da lieber beim altgewohnten Kartoffelbrei. Als kleine Beilage gab es frischen, geraspelten Salat aus Gurke, Blattsalat, Paprika und Tomate, welcher nach dem Geschmack meiner beiden Mädels allerdings auch wieder zu scharf war. Ok, der Koch hier würzt gerne.
Ich hatte mich, wie ein paar Tage zuvor schon auf Fehmarn, auch hier für die frische Flunder entschieden. Zwar war sie nicht so groß wie bei Petersen´s auf Fehmarn, aber auch hier hatte der heimische Fischer eine ordentliche Flunder an Land gebracht.
Auf beiden Seiten schön knusprig gebraten, sodass auch die Haut auf der Oberseite der Flunder genießbar war. Hier wurde wenig gewürzt, sodass der Eigengeschmack des feinen Fleisches der Flunder voll zur Geltung kam. Ungewöhnlich für mich war allerdings, dass hier bei der Flunder der Roggen noch drin war. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, und eigentlich kenne ich das so nicht aus der Gastronomie. Die Bratkartoffeln, welche bei meinem Essen dabei waren, waren wirklich hausgemacht. Mit reichlich Speck und frischen Zwiebelstippen versehen, wurden sie richtig schön dunkelbraun und knusprig gebraten. So mag ich sie.
Einzig hier fehlte letztendlich die Würze, welche bei meiner Frau zu viel war. Aber dafür stehen ja Salz-und Pfefferstreuer auf dem Tisch, denn für unsre Große waren diese Bratkartoffeln zu ihrem Barsch genau richtig.
Nach knapp 1,5 Stunden zahlten wir mit Karte, gaben das Trinkgeld und machten uns bei schmuddelig, kalten Wetter auf ins benachbarte Lubmin.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 77,50 € in der „Hafentaverne“ im kleinen Fischerdörfchen Freest. Hier wird frischer Fisch vom heimischen Fischer noch frisch gekocht und gebraten. Eine kleine Kneipe, wo mit Liebe am Beruf gearbeitet wird. Die Preise human, die Bedienung nett. Nur beim würzen sollte sich der Koch oder die Köchin vielleicht etwas zurückhalten. Ansonsten können wir hier die Hausmannskost ganz klar empfehlen.
Normalerweise verbringen wir unseren Herbsturlaub seit vielen Jahren damit, im schönen bayrischen Wald wandern zu gehen. Da wir ja aber einige Tage wieder bei Opi Hartwig auf Fehmarn waren, hatten wir keine Lust im Anschluss bis da hinunter zu fahren, und suchten uns stattdessen ein kleines Domizil an der ostdeutschen Ostsee. Der bayrische Wald musste noch 2 Wochen warten, dafür wurden wir fündig in Lubmin, welches gerade bei DDR-Bürgern bekannt sein dürfte, denn dort stand das einzige DDR-Atomkraftwerk, welches allerdings... mehr lesen
4.0 stars -
"Ein kleines, gemütliches Lokal-der Fisch kommt hier vom frisch vom Fischer" JenomeNormalerweise verbringen wir unseren Herbsturlaub seit vielen Jahren damit, im schönen bayrischen Wald wandern zu gehen. Da wir ja aber einige Tage wieder bei Opi Hartwig auf Fehmarn waren, hatten wir keine Lust im Anschluss bis da hinunter zu fahren, und suchten uns stattdessen ein kleines Domizil an der ostdeutschen Ostsee. Der bayrische Wald musste noch 2 Wochen warten, dafür wurden wir fündig in Lubmin, welches gerade bei DDR-Bürgern bekannt sein dürfte, denn dort stand das einzige DDR-Atomkraftwerk, welches allerdings
Die Tage des Sylter Kultlokals „Rauchfang“ in der Whiskymeile sind gezählt. Im kommenden Jahr wird es abgerissen.
Quelle: https://www.shz.de/lokales/sylt/artikel/ende-einer-aera-rauchfang-in-kampen-auf-sylt-wird-abgerissen-45735374
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"Ende einer Ära: Kult-Restaurant „Rauchfang“ auf Sylt wird abgerissen" JenomeDie Tage des Sylter Kultlokals „Rauchfang“ in der Whiskymeile sind gezählt. Im kommenden Jahr wird es abgerissen.
Quelle: https://www.shz.de/lokales/sylt/artikel/ende-einer-aera-rauchfang-in-kampen-auf-sylt-wird-abgerissen-45735374
Besucht am 02.10.20232 Personen
Rechnungsbetrag: 15 EUR
Es war ein langes Feierwochenende auf Fehmarn, und so richtig fertig waren wir noch immer nicht mit dem feiern. Da Opi Hartwigs schöne Nachbarin weiß, dass meine Frau liebend gern den Fehmarnschen Kartoffelsalat isst, waren wir am Abend nach dem großen 90.ten Geburtstag wieder zum Abendessen eingeladen, denn gerade so eine 90-jährige Dame hat die alten, ursprünglichen Rezepte noch intus. Also fiel ein Restaurantbesuch an diesem Abend von vornherein für uns flach. Nach einem reichhaltigen Frühstück bei Opi Hartwig und diversen Besorgungen mit ihm in der Inselhauptstadt Burg, fiel auch unser Mittagessen aus, stattdessen wollten wir lieber in eines der vielen Cafés auf der Insel. Opi Hartwig wurde es aber zu viel, und er wollte sich bis zum Abend etwas zurückziehen.
Also war ich mit meiner Frau allein auf der Suche nach einem Café. Reservierungen nehmen all diese Cafés nicht vor, hinkommen, Platz finden, Kuchen essen. Das war am Brückentag vor dem Tag der deutschen Einheit gar nicht so leicht. Fehmarn war voll mit Touristen, und scheinbar alle wollten diesen herrlichen, sonnigen und warmen Herbsttag noch einmal nutzen um eines der Hofcafés zu besuchen. So brachen wir bei drei Cafés unser Vorhaben ergebnislos ab, da wir keine Lust hatten über eine halbe Stunde und länger auf einen freien Tisch zu warten.
Das Hofcafé Bisdorf sollte unser letzter Versuch werden, ansonsten holen wir uns ebend beim Inselbäcker ein Stückchen Kuchen und trinken bei Opi Hartwig unseren Kaffee.
Auch beim Hofcafé in Bisdorf war allerhand los, der Parkplatz voll, massig Fahrräder, aber in der Warteschlange für den nächsten freien Tisch waren wir die ersten. Also stellten wir uns an das nicht zu übersehende Schild „Bitte hier warten, sie werden platziert“. Nach einigen wenigen Minuten wurde dann ein Tisch frei, und nachdem er gesäubert wurde, wurden wir von einer Dame an unseren Platz gebracht.
Uns war es egal ob wir im Sommergarten, auf der überdachten Terrasse oder im Innenraum sitzen, und so hatten wir den Platz auf der Terrasse bekommen. Während der Innenraum teilweise mit uralten Lederstühlen ausgestattet ist, was sogar richtig urig aussieht, sitzt man im Außenbereich als auch auf der überdachten Terrasse auf festen Holzklappstühlen, welche allerdings ein Sitzkissen für den zarten Hintern haben.
bzw lag schon auf den Tischen, dann entschwand die Dame erst einmal wieder. Getränke und Eis stehen in der Karte, für das reichliche Kuchenangebot muss man an den Tresen im Innenraum gehen, und konnte an diesem Tag aus 8 Torten und 2 Blechkuchen aussuchen.
Einige der Gäste wünschten einen Eisbecher, allerdings war das Eis wohl ausgegangen, und man konnte oder wollte wohl kein neues Eis mehr bestellen, da die Abnahmemengen vom Hersteller zu groß seien. Ok, das hätte man dann aber auch irgendwo vermerken können, die die so schon gestressten Servicedamen mussten nun entweder warten, oder ein zweites Mal an den Tisch kommen. Da uns von vornherein nach Torte war, lugten wir also vorher mal in den Tortenschaukasten hinein.
Einige der Torten waren hier allerdings schlecht zu sehen, da sich an der Innenseite des Glaskastens reichlich Kondenswasser gebildet hatte. Ich vermute mal, dass die Kühlung einfach zu stark eingestellt war. Ab und an wurde das Glas gereinigt, sodass man dann freien Blick auf die selbstgemachten Torten hat.
Unsere Auswahl stand fest, und als nach wenigen Minuten die Dame wieder kam, konnten wir bestellen.
Es sollte werden:
· 1x Cappuccino für 3,90 € · 1x Kännchen grüner Tee „Green Dragon Lung Ching“ für 5,20 € · 1x Himbeere Baiser Torte für 4,70 € · 1x Blaubeertorte für 4,70 €
Nach einer knappen viertel Stunde kam mein Cappuccino, die beiden Torten gleich hinterher. Gebracht wurde dies von einer anderen Dame aus dem Service. Unser Hinweis das noch ein Kännchen Tee fehlt wurde nickend aufgenommen, sie gibt es so weiter. Allerdings warten wir noch heute auf den bestellten Tee, denn trotz das wir nach einigen Minuten versuchten uns bemerkbar zu machen wurden wir ignoriert oder schlicht übersehen. Dies lag sicher auch am Ansturm an diesem Tag, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack.
Die gelieferten, laut Karte selbst gebackenen Torten, entschädigten dafür allerdings ein bisschen. Jeder hat ein riesiges Stück Torte auf dem Teller. Meine Frau wählte die Blaubeertorte, welche aus einem dunklen, fluffigen Schokoteig und einer cremigen Blaubeerfüllung bestand. Obenauf Blaubeergelee mit ganzen Früchten sowie die obligatorische Sahnehaube.
Ich liebe Baiser, und so war für mich schon auf den ersten Blick klar, dass es die Himbeere Baiser Torte werden musste. Auch ich war zufrieden, obwohl der erste optische Eindruck durch die eingedrückte Baiserschicht schon erst mal etwas enttäuschte. Aber auch hier war der Teig sehr locker und luftig, mittendrin gab es eine nicht zu süße Schicht aus Sahne und Himbeeren, obenauf die von mir geliebte Baiserschicht.
Der Cappuccino war ein normaler Gastro-Automatencappuccino, und war entsprechend gut. Die aufgeschäumte Milch obenauf war mir persönlich allerdings fast etwas zu fest.
Nach knapp 40 Minuten waren wir fertig, und wollten dann mal auf uns aufmerksam machen, dass wir doch gerne zahlen möchten. Die Dame rannte zwar öfters an uns vorbei, draußen die Schlange wurde immer länger, und als dann auch mal die Wartenden darauf hinwiesen das wir doch gerne zahlen wollen und somit ein Tisch frei würde, kam sie doch mal schnell zu uns geflitzt. Die Rechnung auf einem Schmierzettel zusammengerechnet, eine Quittung oder Bewirtungsbeleg gab es nicht. Selbst der nicht gelieferte Tee sollte berechnet werden, sie hatte noch nicht einmal mitbekommen das dieser nicht geliefert wurde. Daraufhin meinte sie nur mürrisch das man sich ja hätte auch mal bemerkbar machen können. Nun gut, lassen wir das mal so stehen.
Unser Fazit: wir zahlten zu zweit 13,30 € im Hofcafe Bisdorf, und rundeten das Trinkgeld etwas enttäuscht auf 15 Euro auf. Der Kuchen war lecker, der Ansturm zu groß. Sicher haben fast alle Gastros auf Fehmarn mittlerweile wieder eine sehr anstrengende Saison hinter sich, aber die Erfahrung sollte doch da sein, dass an solch einem Brückentag mit Ferien in einigen Bundesländern noch einmal alles gegeben werden muss und eventuell zusätzliche Leute einbestellt werden sollten. Ich weiß das ist leichter gesagt als getan. Nun ist die Saison vorbei, und wir wünschen den Gastromitarbeitern erst einmal ein paar ruhiger Monate, bevor es im neuen Jahr wieder voll los geht.
Es war ein langes Feierwochenende auf Fehmarn, und so richtig fertig waren wir noch immer nicht mit dem feiern. Da Opi Hartwigs schöne Nachbarin weiß, dass meine Frau liebend gern den Fehmarnschen Kartoffelsalat isst, waren wir am Abend nach dem großen 90.ten Geburtstag wieder zum Abendessen eingeladen, denn gerade so eine 90-jährige Dame hat die alten, ursprünglichen Rezepte noch intus. Also fiel ein Restaurantbesuch an diesem Abend von vornherein für uns flach. Nach einem reichhaltigen Frühstück bei Opi Hartwig und... mehr lesen
3.5 stars -
"Der Kuchen lecker, aber die Bedienung gestresst-der Ansturm war wohl zu groß" JenomeEs war ein langes Feierwochenende auf Fehmarn, und so richtig fertig waren wir noch immer nicht mit dem feiern. Da Opi Hartwigs schöne Nachbarin weiß, dass meine Frau liebend gern den Fehmarnschen Kartoffelsalat isst, waren wir am Abend nach dem großen 90.ten Geburtstag wieder zum Abendessen eingeladen, denn gerade so eine 90-jährige Dame hat die alten, ursprünglichen Rezepte noch intus. Also fiel ein Restaurantbesuch an diesem Abend von vornherein für uns flach. Nach einem reichhaltigen Frühstück bei Opi Hartwig und
Die Neueröffnung des Gasthauses Tillmann hat einen Termin. Eigentlich sollte schon Ende September der Betrieb wieder aufgenommen werden, doch hat sich die Neueröffnung um einen knappen Monat verzögert. Der neue Pächter, Christian Ames, öffnet die historische Gaststube in dem 1795 errichteten Gebäude an der Kölner Straße in Olpe nun erstmals am Donnerstag, 26. Oktober, um 17 Uhr.
Geöffnet wird künftig mittwochs und donnerstags von 17 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 17 bis 3 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10.30 bis 20 Uhr. Montag und Dienstag ist Ruhetag im Gasthaus Tillmann.
Die Neueröffnung des Gasthauses Tillmann hat einen Termin. Eigentlich sollte schon Ende September der Betrieb wieder aufgenommen werden, doch hat sich die Neueröffnung um einen knappen Monat verzögert. Der neue Pächter, Christian Ames, öffnet die historische Gaststube in dem 1795 errichteten Gebäude an der Kölner Straße in Olpe nun erstmals am Donnerstag, 26. Oktober, um 17 Uhr.
Geöffnet wird künftig mittwochs und donnerstags von 17 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 17 bis 3 Uhr sowie sonn- und feiertags von... mehr lesen
Gasthaus Tillmann
Gasthaus Tillmann€-€€€Restaurant, Gasthaus+49 2761 40332Kölner Str. 15, 57462 Olpe
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"Im Gasthaus Tillmann geht das Licht wieder an" JenomeDie Neueröffnung des Gasthauses Tillmann hat einen Termin. Eigentlich sollte schon Ende September der Betrieb wieder aufgenommen werden, doch hat sich die Neueröffnung um einen knappen Monat verzögert. Der neue Pächter, Christian Ames, öffnet die historische Gaststube in dem 1795 errichteten Gebäude an der Kölner Straße in Olpe nun erstmals am Donnerstag, 26. Oktober, um 17 Uhr.
Geöffnet wird künftig mittwochs und donnerstags von 17 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 17 bis 3 Uhr sowie sonn- und feiertags von
Besucht am 28.09.2023Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 41 EUR
Wir wollten wieder einmal in die Comödie Dresden gehen, und hatten unserer Freundin zum Geburtstag eine Karte zur Uraufführung von „Alter Schwede“ einer musikalischen Kömidie geschenkt. Dies war ein witz- und hitreicher Skandinavien-Kurztrip mit Songs von ABBA über Avicii bis Ace of Base und Roxette. Da wir traditionell vor oder nach solch einem kulturellen Abend gern essen gehen, war ich also wieder einmal auf Suche nach einem geeigneten Restaurant. Nach dem Stück in der Comödie war nicht möglich, da die Premiere erst um 20 Uhr anfing. Also mussten wir vorher essen gehen. Und da begannen wieder die Probleme. Rings um den Standort der Comödie Dresden ist die Gastronomie recht dünn gesät, selbst die Comödien eigene Restauration hat oftmals nur am Wochenende offen. Die nahe Innenstadt von Dresden wäre eine Option, da ist dann allerdings das Parkplatzproblem und weite Laufwege, sodass dies eigentlich ausscheidet, um vor einer Aufführung essen zu gehen. Oftmals habe ich dann im weiteren Umfeld gesucht, aber wenn es dann zeitmäßig eng wurde, sind wir dann schon oft sehr zügig durch die Stadt gefahren. Das muss ich aber nicht haben. Nun spielte mir aber der glückliche Umstand zu, dass doch ganz in der Nähe zur Comödie, wenige Autominuten entfernt, im Frühjahr ein neues Restaurant eröffnet hat. Viel Werbung in den regionalen Tageszeitungen, gute Google Bewertungen und tolle Fotos machten mich also auf das „Grand Flavor“ aufmerksam. Ein arabisch-syrisches Spezialitätenrestaurant, wie die Werbung versprach. Ich fragte meine Mädels ob das für sie in Ordnung wäre, und nach einem einhelligen „Ja“ reservierte ich dort also telefonisch einen Platz für 3 Personen.
Am besagten Abend, einem Donnerstag, waren wir pünktlich am Restaurant, und konnten unseren fahrbaren Untersatz wenige Meter weiter abstellen. Von außen macht das Restaurant nicht unbedingt viel her. Im Erdgeschoss eines Plattenbaues ist das Grand Flavor untergebracht, vom vorherigen Betreiber hängt noch die beleuchtete Bierwerbung an der Fassade. Vorm Restaurant stehen fast schon auf dem Bürgersteig einige Tische und Stühle, dies soll wohl der Außenbereich sein. Hier saßen mehrere arabische, junge Männer und frönten dem Spiel. Uns gaben sie keine Beachtung, also gingen wir ins Restaurant hinein. Der Innenbereich empfing uns düster/dunkel, an der großen Rückfront leuchtete eine große Reklame des Restaurants.
Viele Tische, relativ wahllos verteilt machten dem Charme einer Bahnhofswartehalle zudem alle Ehre. Die Atmosphäre war kühl, nicht unbedingt einladend für ein Restaurant. Empfangen wurden wir von einem jungen Araber, welcher sehr gut deutsch sprach. Er ließ uns die freie Wahl an den doch recht vielen freien Tischen.
Wir nahmen einen Tisch in der Mitte des Lokals, und hatten so einen guten Überblick. Auf den breiten Kunstledersesseln saß man zum Quatschen angenehm, zum Essen waren sie aber zu unbequem. An der Rückseite des Lokals gibt es noch eine lange, durchgezogene Couch, welche aber besetzt war.
Ein riesiger Fernseher in der Ecke dudelte die ganze Zeit irgendwelche arabischen Musikvideos herunter, was ob der Lautstärke recht nervig war. Wir waren die einzigen Deutschen im Lokal, neben einer Großfamilie mit ihren verschleierten Frauen und den lärmenden Kindern waren ansonsten nur junge Südländer hier im Lokal, welche uns argwöhnisch beäugten. Es scheinen sich nicht sehr oft deutsche Mitbürger hier her zu verirren. Egal, wir wollten mal testen, auch wenn sich meine beiden Mädels ob der Blicke der jungen Herren nicht unbedingt wohl fühlten.
Der junge Mann brachte uns die Speisekarte, und fragte auch alsbald auch nach den Getränken. Da es im arabischen raum ja keinen Alkohol gibt, stand auch hier keiner auf der Speisekarte. Somit war unsere Wahl schnell und einfach.
Getränke:
· 1x 0,2ér Sprite für 2,50 € · 1x 0,2ér Coca Cola für 2,50 € · 1x 0,2ér Fanta für 2,50 €
Der junge Herr entschwand, und wir konnten erst einmal die Karte studieren. Angeboten werden laut Karte „kulinarische Spezialitäten“ aus dem nahen Osten. Naja, unter Spezialitäten hatte ich mir dann doch etwas mehr erwartet. Hähnchen und Hähnchenstücke gegrillt oder frittiert, der traditionelle Schawarma und drei weitere Gerichte mit Lamm. Die drei Lammspezialitäten waren preislich nicht ausgezeichnet, die anderen Gerichte lagen alle zwischen 6 und 13 Euronen, einzig das ganze gegrillte oder frittierte Hähnchen kostet 20 Euro.
Nachdem der junge Herr nach wenigen Minuten unsere drei Fläschchen des amerikanischen Colaimperiums an den Platz gebracht hatte, bestellten wir also unsere Speisen. Ich liebe Lamm, und so sollte es natürlich etwas damit sein. Aber nein, Lamm gibt es Wochentags nicht, nur am Wochenende, steht doch in der Karte. Und siehe da, ganz unten, kleingedruckt wurde ich fündig. Unsere Freundin hatte sich für einen gegrillten halben Han entschieden, aber auch nein, die gegrillten Hähnchen sind alle, der Koch hat gerade neue Hähnchen auf den Spieß gemacht, und sind somit erst in frühestens 1,5 Stunden verfügbar. Na toll. Also hieß es für uns, schnell umentscheiden. Letztendlich orderten wir:
Speisen:
· 2x Chrispy Chicken 4 Stück mit Pommes und Beilagen für je 10,00 € · 1x Schawarma Arabica Hähnchen mit Pommes, Krautsalat und Knoblauch-Mayo für 10,50 €
Während wir nun also im dusteren Gastraum beäugt von jungen Männern und beschallt von undefinierbarer Musik warteten, konnten wir durch eine große Glasscheibe dem treiben in der Küche zuschauen. Drei, teilweise vier Herren kümmern sich dort um die „Zubereitung“ der Speisen. Was aus der Küche geliefert wurde, waren riesige Platten. Nach knapp über 20 Minuten waren dann auch wir an der Reihe, und unsere drei Platten wurden geliefert. Von der Menge kann man sich für den Preis nicht beschweren.
Die beiden Damen am Tisch hatten sich aufgrund der „enormen Auswahl“ letztendlich für die 4 Stück Chrispy Chicken mit Pommes und Beilagen entschieden.
Auf einem großen Holzbrett wurden vier große, in einer groben, Cornflakes ähnlichen Panade frittierte Hähnchenstücke serviert. Das Fleisch war gut, nicht zu trocken, angenehm gewürzt und völlig ausreichend. Als Beilage wurden Pommes angepriesen, geliefert wurde ein Mix aus frittierten Kartoffelriffelscheiben und normalen Großhandelspommes. Pommes und Riffelkartoffeln gut frittiert, unserer Meinung nach hätten sie etwas krosser sein können. Ein kleines Schälchen Krautsalat mit einem sehr cremigen Dressing wurde ebenso geliefert wie zwei weitere Schälchen mit Mayonnaise und einer sehr milden, süßlichen Chilisoße.
Dazu noch ein Scheibchen frische Tomate und grüne Gurke, aber auch 3 Stücken Gewürzgurke. Die Beilagen also schon ziemlich eingedeutscht, denn ich kann mich an keine Dienstreise erinnern, wo mir im arabischen Raum Gewürzgurke kredenzt wurde.
Die letzte Beilage, ein Schiffchenförmiges, leicht rosa etwas erschloss sich uns nicht ganz, was es sein soll. Als Restaurantessen würden wir dieses mahl nicht bezeichnen, eher ein etwas besseres Imbissessen.
Ich musste ja nun notgedrungen zum Schawarma Arabica Hähnchen umschwenken, da es mein geliebtes Lamm nicht gab. Oh ja, diese Platte war üppig.
Eigentlich ist Schawarma nichts anderes als die arabische Variante des Döner Kebap. Auch hier wird Fleisch vom Drehspieß geschnitten und in einem dünnen Fladenbrot gerollt und serviert. So war es auch hier, das Fleisch, welches sehr würzig war, wurde in einem dünnen Fladen gewickelt und in handgerechte Portionen geschnitten.
Als Zulagen gab es auch bei mir den Krautsalat und die normale Mayonnaise, zusätzlich aber noch eine Knoblauch-Mayonnaise welche ihrem Namen alle ehre machte. Und auch Gurke, Tomate und saure Gurke sollten nicht fehlen. Mir persönlich fehlte aber dann doch mehr die arabische Küche wo zum Schawarma eigentlich noch Tahina (eine Paste aus feingemahlenen, meist gerösteten Sesamkörnern), Sumach (säuerliches Gewürz der arabischen und persischen Küche) und das weitläufig bekannte milchsauer eingelegte Gemüse.
Nach einer knappen Stunde waren wir fertig, und verließen eher als erwartet das Lokal. Da gab es ebend dann noch einen Cocktail in der Comödie Dresden vor der Vorstellung.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 40,50 € im Grand Flavor in Dresden. Eine genaue Auflistung der Speisen gab es nicht auf dem Kassenbon, zu Hause bemerkte ich beim überspielen der Bilder auf den Rechner das uns 1 Euro zu viel berechnet wurde. Bei dem Preis egal, aber es geht ums Prinzip. Im allgemeinen, Restaurant ist wohl arg übertrieben, ein besserer Imbiss beschreibt es wohl treffender. Wir waren mal da, aber noch einmal werden wir wohl nicht vorbeischauen. Die Suche nach einer geeigneten Gastro geht weiter.
Wir wollten wieder einmal in die Comödie Dresden gehen, und hatten unserer Freundin zum Geburtstag eine Karte zur Uraufführung von „Alter Schwede“ einer musikalischen Kömidie geschenkt. Dies war ein witz- und hitreicher Skandinavien-Kurztrip mit Songs von ABBA über Avicii bis Ace of Base und Roxette. Da wir traditionell vor oder nach solch einem kulturellen Abend gern essen gehen, war ich also wieder einmal auf Suche nach einem geeigneten Restaurant. Nach dem Stück in der Comödie war nicht möglich, da die... mehr lesen
Restaurant Grand Flavor
Restaurant Grand Flavor€-€€€Restaurant4935150196555Berliner Str. 7, 01067 Dresden
2.5 stars -
"Naja, nicht gleich Restaurant, oder - so preiswert essen waren wir vorm kulturellen Höhepunkt eines Abends noch nie" JenomeWir wollten wieder einmal in die Comödie Dresden gehen, und hatten unserer Freundin zum Geburtstag eine Karte zur Uraufführung von „Alter Schwede“ einer musikalischen Kömidie geschenkt. Dies war ein witz- und hitreicher Skandinavien-Kurztrip mit Songs von ABBA über Avicii bis Ace of Base und Roxette. Da wir traditionell vor oder nach solch einem kulturellen Abend gern essen gehen, war ich also wieder einmal auf Suche nach einem geeigneten Restaurant. Nach dem Stück in der Comödie war nicht möglich, da die
Besucht am 17.09.2023Besuchszeit: Mittagessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 162 EUR
Dr. Zelder ist eine Institution in Ostsachsen. Wer jetzt denkt das es sich hier um einen besonderen medizinischen Spezialisten handelt irrt gewaltig. Ein Spezialist ist Dr. Sebastian Zelder schon, aber auf dem Gebiet der Fischzucht und der damit verbundenen Vermarktung. In der Teichwirtschaft Neudorf bei Wittichenau, welche bereits in 3. Generation betrieben wird, hat er große Zuchtteiche in denen Karpfen, Schleien, Hechte und Zander gedeihen als auch eine eigene Räucherei. Auf vielen Wochenmärkten der Region, aber auch vor den hiesigen Supermärkten steht seine Belegschaft mit den schmucken Verkaufswagen und bietet von frischem Fisch, über geräucherten Fisch, Fischsalaten bis zur beliebten Fischsemmel alles rund um den Fisch an. Hochsaison ist im Herbst zur Karpfenzeit, welcher in der Oberlausitz eigentlich auf keinem Teller fehlen darf. Ob ihm in den Sommermonaten zu langweilig ist weiß man nicht, jedenfalls hat er zusätzlich zu seinem stetigen Tun auch noch eine Fischgaststätte auf seinem Grundstück in Neudorf als auch einen Ruderbootverleih wo man mit den Ruderbooten das Naturschutzgebiet „Dubringer Moor" entdecken kann. Die Fischgaststätte als auch der Bootsverleih sind jedoch nur vom 1. Mai bis 1. Oktober geöffnet, und da auch nur an den Wochenenden.
Viele Bekannte gehen hier gern hin essen und haben uns schon oft davon vorgeschwärmt. Also war unser Ziel mal wieder gesetzt. Eine Voranmeldung einige Wochen im Voraus ist auf alle Fälle empfehlenswert, da trotz zweier Mittagsdurchgänge sämtliche Plätze belegt sind. Wir reservierten also 3 Wochen im Voraus, und so war unser Mittagessen an diesem sonnigen Sonntag gesichert. Es werden zwei Zeiten angeboten, einmal 11:30 Uhr für den ersten Durchgang und 13:00 Uhr für den zweiten Durchgang. Da wir lieber etwas eher essen, war für uns klar, dass es der erste Durchgang wird. Sogar Schwiegersöhnchen in spe, welcher eigentlich keinen gebratenen oder gekochten Fisch mag wollte mitkommen, es gibt ja schließlich noch panierten Fisch. Wir waren also pünktlich kurz vor halb zwölfe an diesem Sonntag in dem kleinen Örtchen Neudorf und konnten einen der letzten Parkplätze auf dem Gelände des Fischhandels ergattern. Dann hieß es aber erst mal warten, denn der Chef persönlich begrüßt all seine Gäste und führt sie anhand seiner Reservierungsliste an die ihnen zugedachten Plätze. Dort übernehmen dann vorwiegend sehr junge Damen und Herren, um nicht lieber zu sagen Mädels und Jungs, die Gäste.
Wir hatten bei unserer Bestellung den Innenraum gewählt, es konnte ja drei Wochen vorher keiner ahnen das dieser September wieder so sommerlich warm wird. Hier in der Gaststätte, ich würde sie mal lieber als Markthalle beschreiben, standen viele Tische, welche mal ebend kurz zu großen Tischen für ganze Familien und Vereine zusammengerückt werden, oder ebend auch für das Pärchen zu zweit.
Allein hier in der Halle haben ca. 160 Leute Platz, noch einmal so viele im großzügigen Außenbereich. Also immerhin 300 Leute welche auf einmal ihr Mittagessen haben wollen. Um diese Massen zu bewältigen sind vorwiegend Schüler im Service tätig, die sich hier am Wochenende etwas dazu verdienen wollen.
Unterstützt werden sie von einigen wenigen älteren Kolleginnen, wobei das sicher auch Aushilfskräfte oder Verkäuferinnen der Zelder Verkaufswagen sind. Die Küche ist nicht einsehbar, aber dort müssen dann ja auch entsprechend viele Köche und Hilfskräfte arbeiten. Wie hier das Angestelltenverhältnis ist weiß man nicht, die Fischgaststätte hat ja nur im Sommer sonntags von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Wir wurden Anfangs auch von einem sehr jungen Mädchen bedient, zu Beginn stand ihre eine wahrscheinlich erfahrenere Kollegin bei. Später wechselte die Bedienung dann doch immer mal wieder zwischen den jungen Damen hin und her, sodass wir eigentlich keinen festen Ansprechpartner hatten. Die jungen Damen gaben sich auch redlich Mühe freundlich zu sein, dem Ansturm und den Stress waren sie aber nicht wirklich gewachsen.
Die Speisekarte wurde uns vorgelegt, und da wir das erste Mal hier waren, wollten wir dann doch erst einmal kurz hineinschauen bevor wir die Getränke ordern wollten. Sie entschwand also erst einmal, und kam nach ca. 5 Minuten wieder.
Die Speisekarte ist reichhaltig, und bietet mit heimischem Fisch, welcher hinterm Gasthaus in den Teichen gezüchtet wird als auch mit verschiedenem Fisch aus den Weltmeeren allerhand Auswahl. Auch an die Nichtfischesser wurde gedacht, und so stand Schnitzel und auch Wildgulasch auf der Karte. Wir hatten unsere Getränke als auch unsere Speisen recht schnell gefunden, unsere Bedienung wollte aber erst einmal nur die Getränke aufnehmen, und wenn sie die Getränke bringt dann die Speisen aufnehmen. Na gut, wenn sie denkt. Also orderten wir erst einmal:
Getränke:
· 1x 0,4ér Klosterbräu St. Marienstern dunkel für 4,60 € · 1x 0,4ér Radeberger Pilsner für 4,60 € · 1x 0,2ér Glas Mosel Riesling trocken für 6,50 € · 2x 0,4ér Pepsi Cola für je 4,90 €
Sie entschwand mit unserer Bestellung, und kehrte nach 20 weiteren langen Minuten mit unseren Getränken an den Tisch zurück. Zwischenzeitlich hatten wir genügend Zeit die Speisekarte noch einmal zu studieren, wechselten gedanklich zwischen den verschiedenen Speisen und versuchten auch zu verstehen zu geben, dass wir gern unsere Hauptspeisen bestellt hätten, das ging aber leider im Stress unter. Während dieser Wartezeit konnten wir dann schon einmal die riesigen Portionen der anderen Tische bestaunen, und entschieden uns letztendlich dann doch gegen eine Vorsuppe. So konnten wir nun endlich bestellen:
Hauptspeisen:
· 1x Heilbuttfilet „Grönland“ – Heilbuttfilet in Meerrettichkruste gebraten, überzogen von in Butter gerösteten Zitronen-Mandelsplittern, gereicht mit einer würzigen Mangosauce und frischem Kartoffelpüree, dazu Apfel-Sahnemeerrettich und Gurkensalat für 24,90 € · 2x Rotbarschfilet „Knuspermantel“ – Rotbarschfilet in einer Knusperhülle gebraten, gereicht mit einer Käsesahnesauce und grünen Bandnudeln, dazu Kräuterbutter und frischer Gurkensalat für je 23,20 € · 1x Weißer Amur – Karpfenfilet geschröpft, in Zwiebel-Senfkruste gebraten, mit gebutterten Möhren-Lauch-Gemüse, frischen Kartoffelpüree, Kräuterbutter und Apfel-Sahnemeerrettich für 17,90 € · 1x Wiener Schnitzel – Schnitzel vom Kalb mit Pommes Frites, dazu Rahmchampignons und frischer Gurkensalat für 27,90 €
Sie entschwand wieder, und wir konnten nun ausgiebig die Nachbarschaft beäugen.
Dabei genossen wir unsere Getränke, und eine andere junge Dame erbarmte sich zwischendurch dann doch einmal unsere Gläser gegen volle zu ersetzen. Ich hatte mich heute hier auf das dunkle Klosterbräu St. Marienstern der heimischen Wittichenauer Brauerei verschrieben. Ein süffiges, malziges dunkles Bier, wie es vor allem in der Oberlausitz geliebt wird.
Unser Schwiegersohn in spe wagte sich nicht so recht an das Wittichenauer Pils und blieb beim altbekannten Radeberger Pils. Der Wein meiner Frau war nun nicht unbedingt die Wucht, für das Mittagessen und das Ambiente aber ausreichend. Mittlerweile hatte dann unser Nachbartisch, welcher eine halbe Stunde nach uns kam, schon sein Essen vertilgt, bei uns war noch eine ganze Weile gähnende Leere. Sage und schreibe 55 Minuten nach unserer Bestellung, 10 Minuten bevor die zweite Belegung kommt, kamen dann unsere Hauptspeisen. Nein, nicht alle zusammen, teilweise im Abstand von 4-5 Minuten. Mittlerweile war es 13 Uhr, seit 1,5 Stunden sind wir hier.
Dafür wurden wir nun ausreichend entschädigt. Was hier auf den Tellern geboten wurde war für uns richtig toll.
Meine Frau und unsre kleine Tochter hatten sich für das Rotbarschfilet „Knuspermantel“ entschieden.
Bei jedem waren 2 große Rotbarschfilets, welche in einer dicken Knusperhülle gebraten waren auf dem Teller. Der Rotbarsch angenehm weich und kräftig im Geschmack. Obenauf ein Röschen Kräuterbutter als zusätzliche Würze. Während meine Frau den Rotbarsch mit den al dente gekochten grünen Bandnudeln nahm, wünschte sich Töchterchen dann doch lieber frischen Kartoffelpüree.
Während das Kartoffelpüree wirklich frisch gekocht und gestampft wurde, hier und da noch kleine Kartoffelstückchen drin waren, sollte der Koch bei der Auswahl der Bandnudeln dann doch mal die Brille aufsetzen, denn grün war nur die Petersilie welche darüber gestreut war. Die Käsesahnesauce war schmackhaft, hätte aber gern ein Ticken sahniger sein dürfen.
Beim Gurkensalat sind wir uns nicht einig ob dies welcher aus der Konserve war oder ebend doch frischer Gurkensalat war. Geschmacklich erinnerte er an Konserve, süßlich-sauer, der Dill am Salat lässt aber wieder auf selbstgemacht schließen.
Da die kleine sich den Rotbarsch mit Kartoffelpüree wünschte, war auf ihrem Teller (als Preisausgleich?) zusätzlich noch frischer Möhren-Krautraspel und ein Schälchen Apfel-Sahnemeerrettich. Warum das nicht bei den Nudeln gereicht wurde verstehe ich nicht.
Die Große wünschte das Heilbuttfilet „Grönland“. Ich staunte, denn das Heilbuttfilet war in einer würzigen leicht scharfen in Meerrettichkruste gebraten.
Wobei der Meerrettich hier als Apfel-Sahnemeerrettich sehr mild herüberkam. Das Heilbuttfilet war in seiner Kruste dunkel und kross gebraten, im inneren jedoch noch immer frisch und saftig. Überzogen waren die beiden großen Filets von in Butter gerösteten Zitronen-Mandelsplittern, am Rand ein Klecks einer dunkelgelben, würzig-fruchtigen Mangosauce. Auch hier wieder das frische Kartoffelpüree, dazu der Apfel-Sahnemeerrettich, Gurkensalat sowie Möhren-Krautraspel. Nicht schlecht.
Ich hatte mich heute dem einheimischen Fisch verschrieben. Wenn schon bei Dr. Zelder, dann auch Fisch aus seinen Teichen. Also sollte es Karpfen sein. Normalerweise kenn ich den nur als „Karpfen blau“ oder ab und an mal gebraten, hier kam er aber als Weißer Amur um die Ecke.
Zwei große, dicke Karpfenfilets lagen da auf dem Teller. Sie waren in einer dicken, würzigen Zwiebel-Senfkruste gebraten, und erinnerten nur sehr entfernt daran das hier Karpfen auf dem Teller liegt. Karpfen hat schon einen speziellen Eigengeschmack den nicht jeder mag. Oftmals passiert es auch das dieser schlammig schmeckt, wenn er sich vor seinem Fang zu lange im Untergrund versteckt hatte. Das war hier aber überhaupt nicht der Fall.
Beim gebutterten Möhren-Lauch-Gemüse sah man auf den ersten Blick das dies aus der heimischen Küche kommt. Dicke, große, kleine Scheiben Möhren, frischer, leicht zerkochter Lauch, und dass alles schön in Butter geschwenkt. So kommt das Gemüse auch auf dem heimischen Tisch auf den Teller.
Zum frischen Kartoffelpüree, der Kräuterbutter, dem Apfel-Sahnemeerrettich und dem Möhren-Krautraspel brauch ich nichts mehr sagen. Das war lecker. Während ich so meinen Karpfen aß, kam ein junger „Mann“, im selben Alter wie die Mädchen, und brachte einen weiteren Teller des Weißen Amur. Ich guckte ihn fragend an, er meinte nur das wäre hier bestellt. Ich sagte und zeigte ihm das ich an meinem Weißen Amur bereits fleißig am Essen war, und nach einiger Diskussion sah er vielleicht ein, das auch ich trotz meines Bauchumfanges diesen Teller nicht auch noch schaffe.
Schwiegersohn in spe war ja mutig das er mit hier her kam so als Nichtfischesser. Ahnte er schon das es da auch was anderes gab? Beim Blick in die Speisekarte erstrahlte jedenfalls sein Gesicht, und leise fragte er unsere Kleine ob er nicht doch lieber Schnitzel essen darf. Oh je. So war es dann auch, ihm wurde sein geliebtes Wiener Schnitzel gebracht.
Das riesige Schnitzel vom Kalb war mit einer schönen, krossen Panade versehen und angenehm kross und dunkelbraun gebraten. Das Fleisch auch hier schön weich und saftig. Die dazu gelieferten Pommes Frites waren typische TK-Ware, während die Rahmchampignons zwar in der Grundsubstanz auch aus dem Großhandel kamen, die Rahmsoße selbst aber dann doch sehr sahnig und würzig, unserer Meinung nach hausgemacht schmeckte. Also kann man hier nicht nur Fisch, auch Fleisch.
Bei diesen Portionsgrößen waren wir froh keine der doch recht lecker klingenden Vorspeisen genommen zu haben. Mittlerweile war es 13:30 Uhr, unsere Nachfolger warteten nun schon eine halbe Stunde auf ihren Tisch. Sorry, wir konnten da auch nichts dafür. Wir waren letztendlich froh bei der ersten Besetzung dabei zu sein. Denn unsere Nachfolger werden sicher nicht vor 14:30 Uhr ihre Speisen bekommen haben. Da gehe ich dann lieber zum Kaffeetrinken über.
Unser Fazit: wir ließen zu fünft 161,90 € in Dr. Zelders Fischgaststätte in Neudorf bei Wittichenau. Beim Essen würde ich gerne 6 Punkte vergeben, beim Service, auch wenn sich die Mädels und Jungs noch so viel Mühe gaben, komm ich nicht über 2 Punkte hinaus. Vielleicht sind 300 Essen dann doch zu viel für Küche und Service. Wir werden sicher wieder kommen, denn lecker wars. Das nächste Mal wissen wir aber worauf wir uns zeitmäßig einlassen.
PS: sorry das ihr so viel lesen musstet, ich glaube das war hier meine längste Bewertung einer Gastro.
Dr. Zelder ist eine Institution in Ostsachsen. Wer jetzt denkt das es sich hier um einen besonderen medizinischen Spezialisten handelt irrt gewaltig. Ein Spezialist ist Dr. Sebastian Zelder schon, aber auf dem Gebiet der Fischzucht und der damit verbundenen Vermarktung. In der Teichwirtschaft Neudorf bei Wittichenau, welche bereits in 3. Generation betrieben wird, hat er große Zuchtteiche in denen Karpfen, Schleien, Hechte und Zander gedeihen als auch eine eigene Räucherei. Auf vielen Wochenmärkten der Region, aber auch vor den hiesigen... mehr lesen
Dr. Zelders Fischgaststätte
Dr. Zelders Fischgaststätte€-€€€Imbiss, Gaststätte03572570333Neudorf-Teichhaus 46, 02997 Wittichenau
3.5 stars -
"Das Essen top, der Service flop" JenomeDr. Zelder ist eine Institution in Ostsachsen. Wer jetzt denkt das es sich hier um einen besonderen medizinischen Spezialisten handelt irrt gewaltig. Ein Spezialist ist Dr. Sebastian Zelder schon, aber auf dem Gebiet der Fischzucht und der damit verbundenen Vermarktung. In der Teichwirtschaft Neudorf bei Wittichenau, welche bereits in 3. Generation betrieben wird, hat er große Zuchtteiche in denen Karpfen, Schleien, Hechte und Zander gedeihen als auch eine eigene Räucherei. Auf vielen Wochenmärkten der Region, aber auch vor den hiesigen
Pächter für das Hohenfelder Brauhaus im wunderschönen Wiedenbrück gesucht!
Für das Hohenfelder Brauhaus in Wiedenbrück suchen wir zum 01.03.2024 einen neuen Pächter.
Im Innenbereich verfügt das Restaurant über rund 60 Sitzplätze. Der Biergarten bietet weitere 80 Plätze. Zudem gibt es zwei Kegelbahnen.
Das Hotel verfügt über zehn Zimmer (sechs Doppel- und vier Einzelzimmer). Der separate Frühstücksraum bietet 25 Plätze.
Bei Interesse eine Direktnachricht oder Mail ([email protected]) mit einer Kurzvorstellung des Gastronomiekonzepts senden.
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Pächter für das Hohenfelder Brauhaus im wunderschönen Wiedenbrück gesucht!
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Braustube im Hotel Hohenfelder Brauhaus
Braustube im Hotel Hohenfelder Brauhaus€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice, Brauhaus052428406Lange Straße 10, 33378 Rheda-Wiedenbrück
stars -
"Pächter für das Hohenfelder Brauhaus gesucht" JenomePächter für das Hohenfelder Brauhaus im wunderschönen Wiedenbrück gesucht!
Für das Hohenfelder Brauhaus in Wiedenbrück suchen wir zum 01.03.2024 einen neuen Pächter.
Im Innenbereich verfügt das Restaurant über rund 60 Sitzplätze. Der Biergarten bietet weitere 80 Plätze. Zudem gibt es zwei Kegelbahnen.
Das Hotel verfügt über zehn Zimmer (sechs Doppel- und vier Einzelzimmer). Der separate Frühstücksraum bietet 25 Plätze.
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Zahlreiche Urlaubsgäste und Einheimische kannten sie, die Schankwirtschaft Andresen in Katingsiel bei Tönning. Inhaber war bis Ende 2013 der in der Region als „Opa Eiergrog“ weithin bekannte Wilhelm Andresen, der am 29. August 2016 verstarb. Er war ein Nordfriesisches Original, plauderte gerne mit seinen Gästen und kannte sich fast in ganz Europa aus. Das Markenzeichen der Schankwirtschaft Andresen war der Eiergrog, für den schon Wilhelms Mutter, Cathrine Andresen, bekannt war, die ab den 1920er Jahren nur „Blonde Kathrein“ genannt wurde. Mehr als 60 Jahre hatte sie die alte Wirtschaft an der Süderbootfahrt geleitet und zu einer gewissen Berühmtheit geführt, die sich auch in ersten Fernsehberichten in den 1970er Jahren niederschlug. Nach dem Tod von Wilhelm Andresen übernahm sein Sohn Volker die beliebte Gaststätte.
Sowohl die Schankwirtschaft Andresen als auch Cathrine und Wilhelm Andresen wurden in zahlreichen Sachbüchern erwähnt oder erschienen als Nebendarsteller in Krimis.
Hieß es zunächst im Frühjahr 2023 noch, dass die Schankwirtschaft vorübergehend aus gesundheitlichen Gründen geschlossen ist, so steht nun endgültig fest, dass sie verkauft wird.
Die Fa. Engels & Völkers, St.Peter-Ording, bietet sie auf ihrer Seite zum Verkauf an.
Zahlreiche Urlaubsgäste und Einheimische kannten sie, die Schankwirtschaft Andresen in Katingsiel bei Tönning. Inhaber war bis Ende 2013 der in der Region als „Opa Eiergrog“ weithin bekannte Wilhelm Andresen, der am 29. August 2016 verstarb. Er war ein Nordfriesisches Original, plauderte gerne mit seinen Gästen und kannte sich fast in ganz Europa aus. Das Markenzeichen der Schankwirtschaft Andresen war der Eiergrog, für den schon Wilhelms Mutter, Cathrine Andresen, bekannt war, die ab den 1920er Jahren nur „Blonde Kathrein“ genannt wurde.... mehr lesen
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"Schankwirtschaft Andresen in Katingsiel wird verkauft" JenomeZahlreiche Urlaubsgäste und Einheimische kannten sie, die Schankwirtschaft Andresen in Katingsiel bei Tönning. Inhaber war bis Ende 2013 der in der Region als „Opa Eiergrog“ weithin bekannte Wilhelm Andresen, der am 29. August 2016 verstarb. Er war ein Nordfriesisches Original, plauderte gerne mit seinen Gästen und kannte sich fast in ganz Europa aus. Das Markenzeichen der Schankwirtschaft Andresen war der Eiergrog, für den schon Wilhelms Mutter, Cathrine Andresen, bekannt war, die ab den 1920er Jahren nur „Blonde Kathrein“ genannt wurde.
Besucht am 06.09.2023Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 29 EUR
Der zweite Tag unserer Safety Konferenz war zu Ende, die eine Hälfte der Kollegen war schon wieder auf dem Nachhauseweg, die andere Hälfte blieb noch über Nacht in Hanau, da deren Flieger erst am nächsten Morgen ging. Auch ich blieb über Nacht noch hier und reiste erst am nächsten Morgen zurück nach Dresden, da ich noch einige Fachgespräche mit meinen Alzenauer Kollegen hatte. Im Hotel trafen wir Safetyleute uns dann noch einmal, um gemeinsam den Abend bei einem zünftigen Abendessen und lockeren Gesprächen zu verbringen. Die Frage nach dem wohin war auch recht schnell geklärt, denn wo zieht es ausländische Gäste am ehesten in Deutschland in die Gastro? Genau, in ein Brauhaus wo es derbe, deftige Küche und gutes deutsches Bier gibt. Meine Kollegen hatten da auch schon was ausfindig gemacht, denn die Werbeschilder rings um unser Hotel für das Hanauer Hofbrauhaus waren nicht zu übersehen. Da ich ja auch der Bierliebhaber schlechthin bin, musste ich auch nicht zweimal überlegen, sagte zu und freute mich auf deutsche Küche und hessisches Bier.
Der Weg von unserem Hotel führte über mehrere Jahrhunderte alte Treppen hinauf in die Steinheimer Vorstadt. Durch die alten Burgmauern, welche bereits um 1200 von den Herren von Eppstein mit der großen Steinheimer Burg gebaute wurden, kamen wir in die malerische Altstadt mit ihren uralten, liebevoll restaurierten Häusern. Hier inmitten der alten Gemäuer, hinter einem großen Tor verborgen, findet man das Hofbrauhaus Steinheim.
Wir begaben uns in den großen Innenhof, welcher den hiesigen Biergarten beheimatet. Unter einer großen Kastanie oder mit mehreren Pergolen überdacht, findet man ein schattiges Plätzchen.
Große Tische, stabile Gartenstühle mit Auflage, ja hier kann man den Abend gut verbringen. Beim Gang zum WC gab es auch einen Blick in die Gaststube. Auch hier kann man gut sitzen.
Die Gaststube ist rustikal eingerichtet und mit viel Holz vertäfelt, die offene Holzbalkendecke ist was fürs Auge. An den Wänden viele Bilder der früheren Steinheimer Geschichte.
Im Biergarten wirbelten drei, vier Bedienungen umher, darunter auch der Chef, der immer ein kritisches Auge auf die Zufriedenheit der Gäste hat. Wir wurden von einer Dame bewirtet, welche einen starken osteuropäischen Akzent hatte. Die Speisekarte war schnell zur Hand, und für meine Kollegen auch in Englisch verfügbar.
Beim Blick in die Karte traf mich dann der Schlag wie aus heiterem Himmel. Bereits beim Betreten des Biergartens fiel mir die Leuchtreklame von „Radeberger Pilsner“ auf. Auch die Bierdeckel auf den Tischen deuteten auf dieses Bier hin, und beim Blick in die Karte wurde mir klar, ich bin 500 km von meiner Heimat entfernt, und bekomme hier das Bier vorgesetzt welches keine 10 km von meiner Haustür entfernt gebraut wird.
Dabei hatte ich mich so auf ein zünftiges hessisches Bier aus dem örtlichen Brauhaus gefreut. Ein Blick auf die Website des Hofbrauhauses gab dann aber schnell Klarheit, denn dort steht geschrieben: „Das Hofbrauhaus in Steinheim bei Hanau am Main wurde im 15. Jahrhundert erbaut und diente auch den Erzbischöfen von Mainz als Sommerresidenz. Es ist seit etwa 160 Jahren im Besitz der Familie Jung. In der dazugehörigen Brauerei wird allerdings seit 1912 kein Bier mehr gebraut.“ Ok, schade. Aber noch mehr schade, warum wird dann hier kein heimisches Bier ausgeschenkt? Das leckere Schlappeseppel ist in der hiesigen Gastronomie allgegenwärtig. Binding ist auch nicht weit weg, muss es da Radeberger sein? Mir blieb also nichts weiter übrig, als auf das sächsische Bier auszuweichen, denn als Fassbier wurde nur noch das tschechische Krusovice Schwarzbier angeboten. Meine ausländischen Kollegen freuten sich auf das Schöfferhofer Weizen, welches hier aus der Flasche ebenfalls angeboten wird. Da der Nachbarort Alzenau ja bereits in Bayern liegt, wollten sie natürlich bayrisches Bier.
Beim weiteren Blick in die Speisekarte kam ich dann erst einmal aus dem Staunen nicht heraus, denn neben gutbürgerlicher, saisonaler und regionaler deutscher Küche gab es auch kroatische Spezialitäten. Jetzt erklärte sich auch der Akzent unserer Bedienung und auch der Name des Chefs, Stjepan Mrsic spricht dafür. Nun kam ich aber ins Zweifeln. Eigentlich sollte es doch noch einmal was Regionales werden, gutbürgerliche hessische Küche. Aber bei uns zu Hause sucht man vergeblich nach Restaurants mit Balkanküche, also hätte ich ja darauf auch Appetit. Ich überlegte und zweifelte, und kam eigentlich zu keinem richtigen Entschluss. Letztendlich entschied ich mich aus der Not heraus und orderte als:
Getränke:
· 1x 0,40 l Radeberger Pilsner für 4,60 €
Vorspeisen:
· 1x Pfeffersuppe für 5,50 €
Hauptspeise:
· 1x Räuberspiess – ein Rückensteak, ein Rinderschnitzel, ein Hacksteak mit Speck auf Zigeunersauce, Bratkartoffeln und Salat für 18,50 €
Fast zeitgleich mit meinem Radeberger Pils kam ca. 10 Minuten nach Bestellung bereits die Pfeffersuppe. Die versprach das wie sie hieß. Eine dampfend heiße, kräftig würzige Bouillon wurde mir hier serviert.
Garniert mit kleinen Bandnudeln und Bohnen waren außerdem noch kleine Stückchen Rindfleisch und reichlich grüner, ganzer Pfeffer drinnen. Zusätzlich noch einige Stückchen Lauch, fehlte mir eigentlich nur noch ein Scheibchen Baguette dazu. Dies wäre nötig gewesen, denn der Pfeffer stach deutlich aus der Suppe heraus und gab ihr eine ordentliche Schärfe.
So richtig hatte ich mir das bei Temperaturen von über 30 Grad nicht überlegt, denn nicht nur die Wärme der Suppe, sondern auch die Schärfe heizte ordentlich ein. Aber holla, so eine leckere und gute Suppe hatte ich lange nicht.
Nun ging es Schlag auf Schlag. Bereits 3 Minuten nach der Suppe brachte der Chef persönlich den zum Abendessen zugehörigen Salatteller. Ich glaube bei Balkanküche ist solch Teller obligatorisch.
Auch wenn er nicht unbedingt viel hermachte, war es was frisches für diesen Abend. Frischer Möhrenraspel, ein Stückchen Tomate, etwas eingelegtes Weißkraut, ein Scheibchen grüne Gurke, welche ihre beste Zeit schon hinter sich hatte und viel Salat machten diesen Teller aus. Ein mildes Dressing würzte etwas ab. Zusätzlich würde ich diesen Salatteller nicht bestellen, denn vom Wert her war das nichts, als Beilage ok.
Bereits 10 Minuten nach der Suppe kam dann auch schon die Hauptspeise. Holla, das ging aber fix. Gut der Biergarten war gut gefüllt, die Küche lief auf Hochtouren, aber das war dann doch etwas fix. Notgedrungen hatte ich mich für diesen Räuberspiess entscheiden.
Und da kamen wirklich ein Rückensteak, ein Rinderschnitzel und das Hacksteak auf einem Spieß geliefert. Nicht schlecht schaute ich, als die Dame meine Gabel vom Platz nahm, den Spieß packte, und alles vom Spieß auf meinen Teller herüberschob und den Spieß mitnahm. Ist das jetzt Pflicht damit ich niemanden anderes verletze? Ich war erst mal baff. Noch mehr baff war ich vom Essen. Während das Rückensteak noch angenehm dick und halbwegs noch saftig war, kam das Rinderschnitzel als hauchdünner, nichts schmeckender, trockener Lappen daher. Auch das Hacksteak bin ich eigentlich von der Balkanküche besser gewohnt. Auch relativ dünn war es mir zu trocken. Die knusprig gebraten Scheibe Schweinebauch konnte das nicht rausreißen.
Besonders von der Zigeunersoße (dass man das hier noch so nennen darf) war ich enttäuscht. Sie war zwar leicht würzig, aber die eigentliche Schärfe vermisste ich, oder waren meine Geschmacksknospen von der Pfeffersuppe betäubt? Auch der Inhalt der Zigeunersoße sah mir sehr nach Fertigware aus. Kleine Paprikastückchen, Glaszwiebeln und Mais, das alles in einer dünnen Soße. Nee das geht in der Balkanküche besser. Auch die Bratkartoffeln waren nicht so unbedingt mein Favorit. Es gab zwar hier und da mal ein Stückchen Zwiebel und Speck, in allem war mir das aber zu wenig. Auch wenn man nachwürzen kann, fehlte hier dann doch einiges an den Bratkartoffeln.
Ich war weitestgehend enttäuscht von meinem Essen, und schaute neidisch auf die Schnitzel mit Pfifferlingen meiner Kollegen oder aber auch auf die anderen kroatischen Speisen. Schade.
Mein Fazit: ich ließ 28,60 € im Hofbrauhaus in der Steinauer Vorstadt in Hanau. Das Konzept mit gemischter kroatischer und deutscher Küche mag ok sein. Für mich war das aber hier zu viel Fertigware und auch die Küche war für frisch angerichtet bei dieser Belegung viel zu schnell. Und vielleicht überlegt man sich noch einmal dann doch hessisches Bier auszuschenken. Nach einer dreiviertel Stunde waren wir 10 Mann komplett durch und zogen dann in den benachbarten Pub. Dort gab es auch wieder hessisches Bier.
Der zweite Tag unserer Safety Konferenz war zu Ende, die eine Hälfte der Kollegen war schon wieder auf dem Nachhauseweg, die andere Hälfte blieb noch über Nacht in Hanau, da deren Flieger erst am nächsten Morgen ging. Auch ich blieb über Nacht noch hier und reiste erst am nächsten Morgen zurück nach Dresden, da ich noch einige Fachgespräche mit meinen Alzenauer Kollegen hatte. Im Hotel trafen wir Safetyleute uns dann noch einmal, um gemeinsam den Abend bei einem zünftigen Abendessen... mehr lesen
3.0 stars -
"Balkanküche und sächsisches Bier im hessischen Hofbrauhaus? Seltsame Kombination." JenomeDer zweite Tag unserer Safety Konferenz war zu Ende, die eine Hälfte der Kollegen war schon wieder auf dem Nachhauseweg, die andere Hälfte blieb noch über Nacht in Hanau, da deren Flieger erst am nächsten Morgen ging. Auch ich blieb über Nacht noch hier und reiste erst am nächsten Morgen zurück nach Dresden, da ich noch einige Fachgespräche mit meinen Alzenauer Kollegen hatte. Im Hotel trafen wir Safetyleute uns dann noch einmal, um gemeinsam den Abend bei einem zünftigen Abendessen
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Bereits im Voraus versuchte ich einige Gastros ausfindig zu machen, dass gestaltete sich aber doch recht schwierig, da viele der hiesigen Gaststätten nicht einmal über eine Website verfügen, und auch die Google Einträge nicht unbedingt aktuell waren. Von den GG-Einträgen reden wir gar nicht erst.
Da sich Lubmin so ziemlich in der Mitte zwischen der Insel Usedom und Greifswald befindet, konnten wir also entlang am Greifswalder Bodden nach links und rechts ausschwärmen. Die ersten Tage zog es uns eher nach rechts Richtung Insel Usedom, und bereits im nächsten kleinen Fischerdörfchen Freest wurden wir fündig.
Hier im Hafen gibt es einen Fischimbiss, eine Bar, ein Café sowie die „Hafentaverne“, welche heute unser Ziel war. Den vierrädrigen Untersatz kann man bequem vorm Restaurant auf dem hauseigenen Parkplatz abstellen, oder wenige Meter weiter auf dem Hafenparkplatz. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz verwaist, und wir begaben uns ins Innere des Gasthauses. Hier wurden wir von einer freundlichen jungen Dame gefragt ob wir reserviert hätten, und nachdem wir dies verneint hatten, führte sie uns zu einem Tisch am Fenster. Von den übrigen Tischen im Gastraum war nur ein weiterer besetzt.
Der Gastraum ist rustikal eingerichtet und mit allerhand maritimen Krimskrams verschönert. Seien es alte Fanggeräte der Fischer, Bilder alter Fischkutter oder auch ne Meerjungfrau, es war alles möglich zu finden. Dabei fand ich den Gastraum noch gar nicht mal überladen mit dem Zeugs. Für die Gäste standen rustikale, dunkle Tische parat, auf den Stühlen mit weichem Lederpolster saßen wir ganz gemütlich. Auch eine große gepolsterte Eckbank war für größere Familien vorhanden. Schick.
Der kleine Tresen in der Ecke des Lokals grenzte an die Küche, aus welcher wir dann später auch die Bratgeräusche vernehmen konnten. Leider zog aber dadurch auch der Bratendunst etwas in den Gastraum, was wir vor allem dann in unserer Ferienwohnung an unserer Bekleidung rochen.
Im Sommer lädt dann noch ein gemütlicher Biergarten zum draußen sitzen ein, von wo aus man auch dem emsigen Treiben der kleinen Fischerbetriebe zuschauen kann.
Die Speisekarte war schnell zur Hand, diese hatten wir bereits draußen im Aushang etwas studiert. Sie war klein und fein, mit 13 größeren und kleineren Gerichten die Auswahl mehr als ausreichend, wenn es denn frisch sein soll. Zusätzlich zählte uns die Dame noch drei Tagesgerichte auf, welche allerdings nirgendwo zu lesen waren. Wir erbaten uns etwas Zeit, bestellten allerdings die Getränke.
Es sollten sein:
Getränke:
· 1x 0,5ér Störtebeker Pils vom Fass für 4,90 €
· 1x 0,2ér Riesling für 4,00 €
· 1x 0,4ér Coca Cola für 4,50 €
Die junge Dame verschwand hinter ihrem Tresen, und bereitete unsere Getränke zu. In der Zwischenzeit überlegten wir was es denn nun sein soll.
In der Karte standen ja so leckere Sachen wie gebackene Sprotten, welche man nur an der Ostsee bekommt, aber auch Hausgebeizter Lachs, frischer Matjes oder Zanderfilet. Für die Nichtfischesser gab es laut Karte Wildschweinbraten oder das im Osten beliebte Bauernfrühstück, als Tagesangebot Schnitzel. Leider waren die Sprotten nicht verfügbar, die heimischen Fischer hatten nichts geliefert, aber auch der Wildschweinbraten war ausgegangen. Na gut, wir entschieden uns also für die Tagesangebote, und so orderten wir nachdem unsere Getränke an den Platz kamen:
Vorspeisen:
· 1x „Originale“ Freester Fischsuppe mit frischem Brot für 6,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Flunder gebraten mit hausgemachten Bratkartoffeln für 16,90 €
· 2x frisch geräucherter Ostseebarsch mit Fischkartoffeln für je 17,90 €
Keine zehn Minuten später war meine „Originale“ Freester Fischsuppe am Platz. Vom Aussehen her war diese mal was ganz anderes als man sonst so die Fischsuppen gewohnt ist. Ich kenne die Fischsuppe eigentlich immer in einem klaren Sud, hier war sie in einem dicken, sämigen Brei verarbeitet.
Nach anfänglicher Skepsis gefiel mir das aber ganz gut, denn diese sämige Sauce war sehr herzhaft, fast schon zu scharf. Für meine Frau wäre eine ganze Terrine dieser Suppe definitiv zu scharf gewesen, ich dagegen fand sie gut. Allerdings litt dadurch natürlich auch der Eigengeschmack der Fischstücken, welche sehr reichlich in der Suppe waren, darunter. Weniger ist manchmal dann doch mehr. Zu den reichlich vorhandenen Fischstücken in der Suppe wurde noch frische Möhre und Lauch gegeben, was natürlich auch ganz passend zu der Fischsuppe war. Das mitgelieferte Brot war frisch und schön weich.
Knapp 40 Minute nach meiner Vorsuppe kamen dann die Hauptspeisen an unseren Tisch. Dafür das wir zu dieser Zeit die einzigen Gäste waren, andere Gäste kamen später, der besetzte Tisch aß schon, dauerte das doch recht lange. Aber ok, dafür war alles frisch.
Meine beiden Mädels hatten sich für den frisch geräucherten Ostseebarsch entschieden. Ich weiß nicht ob er frisch aus dem Räucherofen kam, jedenfalls roch er herrlich frisch geräuchert und war auch noch leicht warm. Was meine Mädels nicht so toll fanden, die Schuppen waren noch auf der Haut, und diese eigentlich knusprige, frisch geräucherte Haut dadurch nicht essbar.
Unsre Große hatte auch mit den reichlichen Gräten zu kämpfen, welche nun mal so ein Ostseebarsch aufweist. Hier hatte sie sich scheinbar doch was anderes erhofft. Während meine Frau ihren Ostseebarsch mit seinem weichen Fleisch genoss, durfte dann letztendlich ich auch noch die Reste unsrer Großen übernehmen. Sie begnügte sich dafür mit den hausgemachten Bratkartoffeln, welche sie sich anstatt der Fischkartoffeln wünschte.
Positiv überrascht war ich, das dies nicht zusätzlich berechnet wurde. Bei Fischkartoffeln, welche meine Frau als Beilage hatte, geisterte uns im Vorhinein so allerhand im Kopf herum, am Ende war dies jedoch ein einfacher, allerdings ebenfalls fast zu heftig gewürzter Kartoffelbrei. Naja, warum man dies so nennt?
Aber bei nachträglicher Recherche im Netz gibt’s das tatsächlich als Rezept. Ich bleibe da lieber beim altgewohnten Kartoffelbrei. Als kleine Beilage gab es frischen, geraspelten Salat aus Gurke, Blattsalat, Paprika und Tomate, welcher nach dem Geschmack meiner beiden Mädels allerdings auch wieder zu scharf war. Ok, der Koch hier würzt gerne.
Ich hatte mich, wie ein paar Tage zuvor schon auf Fehmarn, auch hier für die frische Flunder entschieden. Zwar war sie nicht so groß wie bei Petersen´s auf Fehmarn, aber auch hier hatte der heimische Fischer eine ordentliche Flunder an Land gebracht.
Auf beiden Seiten schön knusprig gebraten, sodass auch die Haut auf der Oberseite der Flunder genießbar war. Hier wurde wenig gewürzt, sodass der Eigengeschmack des feinen Fleisches der Flunder voll zur Geltung kam. Ungewöhnlich für mich war allerdings, dass hier bei der Flunder der Roggen noch drin war. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, und eigentlich kenne ich das so nicht aus der Gastronomie. Die Bratkartoffeln, welche bei meinem Essen dabei waren, waren wirklich hausgemacht. Mit reichlich Speck und frischen Zwiebelstippen versehen, wurden sie richtig schön dunkelbraun und knusprig gebraten. So mag ich sie.
Einzig hier fehlte letztendlich die Würze, welche bei meiner Frau zu viel war. Aber dafür stehen ja Salz-und Pfefferstreuer auf dem Tisch, denn für unsre Große waren diese Bratkartoffeln zu ihrem Barsch genau richtig.
Nach knapp 1,5 Stunden zahlten wir mit Karte, gaben das Trinkgeld und machten uns bei schmuddelig, kalten Wetter auf ins benachbarte Lubmin.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 77,50 € in der „Hafentaverne“ im kleinen Fischerdörfchen Freest. Hier wird frischer Fisch vom heimischen Fischer noch frisch gekocht und gebraten. Eine kleine Kneipe, wo mit Liebe am Beruf gearbeitet wird. Die Preise human, die Bedienung nett. Nur beim würzen sollte sich der Koch oder die Köchin vielleicht etwas zurückhalten. Ansonsten können wir hier die Hausmannskost ganz klar empfehlen.